Kauflust der Deutschen trotz Krise unbeeindruckt

Konsumstimmung Deutschland-


Euro- und Schuldenkrise scheinen den deutschen Konsumenten nicht sehr zu beeindrucken. Nach wie vor zeigen die Bundesbürger ein lebhaftes Konsumverhalten und öffnen ihre Geldbörsen nach wie vor besonders leicht für Möbel, Urlaubsreisen und Elektrogeräte.

Unbeeindruckte Kauflaune der Deutschen trotz Euro-Krise

Konsumlaune
Ungebrochene Kauflust
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

In regelmäßigen Abständen beauftragt CreditPlus Bank die repräsentative IPSOS-Umfrage, um das Konsumverhalten, sprich die „Kauflaunen“ der deutschen Bürger zu ergründen. Aus dem jeweils aktuellen CreditPlus-Verbraucherindex spiegeln sich finanzielle Motivation, Wünsche und Möglichkeiten der Deutschen wider.

Offensichtlich haben die Turbulenzen der Euro-Krise im „Privatsektor“ Deutschlands noch keinen nennenswerten Schaden anrichten können. Die Motivation für das Geld ausgeben scheint ungebrochen, die Konsumlaune ist sogar gestiegen.

Im derzeitigen CreditPlus-Verbraucherindex von 105 kann ein Anteil von 73 Prozent der Bundesbürger herausgelesen werden, die nach wie vor mit viel Optimismus in die Zukunft blicken.

Ergebnis IPSOS-Umfrage im Auftrag der CreditPlus Bank

Unangefochtener „König Möbel“, gefolgt von Reisen und Elektroartikel
CreditPlus startete die Erhebung des Verbraucherindex zu Beginn 2006. Seither erreichen Möbel stets die Top-Position bei geplanten Ausgaben. Innerhalb der nächsten drei Monate planen 21 Prozent der Bundesbürger eine Anschaffung, die in die Kategorie Mobiliar eingereiht werden kann. Platz 2 wird derzeit mit 16 Prozent immer noch von „Reisen ab 1.250,- Euro“ eingenommen, nachdem diese Sparte bereits Februar den Bereich „Elektrogeräte“ (15 Prozent) von dieser Position auf Platz 3 verdrängte.

Einkommen und Optimismus folgen paralleler Linie
Besonderen Optimismus für die Zukunft zeigen junge Menschen mit einer gehobenen Bildung und gleichzeitig hohem Einkommen. Besondere Zuversicht zeigen demnach 81 Prozent der Altersgruppe 22 bis 34 Jahren und 80 Prozent der 14- bis 21-Jährigen.

Etwas weniger Zuversicht zeigen mit 64 Prozent knapp Zweidrittel der über 55-Jährigen in die kommende Zeit. Von allen Optimisten haben 78 Prozent ein Abitur oder ein Universitätsabschluss in der Hand. Wenig bekümmert zeigen sich auch 83 Prozent der Befragten, die mehr als 3.500,- Euro monatlich zum Netto-Haushaltseinkommen zählen können. Fällt jedoch das Nettoeinkommen unter die 1.500,- Euro Marke, sinkt der Optimismus bereits auf weniger als die Hälfte aller befragten Personen.

Das „Ost-West Verhältnis“
Die Bürger der alten Bundesländer blicken mit 76 Prozent wesentlich zuversichtlicher in die Zukunft als Ostdeutsche mit rund 63 Prozent.

Der Unterschied der Geschlechter
Männer sind offensichtlich unbekümmerter. Mit 77 Prozent zeigt das „starke Geschlecht“ mehr Zukunftsvertrauen als die befragten Frauen, die nur zu 69 Prozent in eine positive Zukunft blicken.

Beim Konsumverhalten dreht sich das Verhältnis um. Frauen zeigen sich mit 63 Prozent als deutlich konsumfreudiger als Männer (57%). Junge Leute zeigen sich für das Geld ausgeben deutlich motivierter als die älteren Bürger. 69% der 22- bis 34-Jährigen zeigen eine Konsumbereitschaft. Die Situation hat sich seit der Befragung im Februar um eine Altersgruppe „verjüngt“. Damals zeigte sich noch die Altersstufe 35 bis 54 Jahre für den Konsum am meisten motiviert.

Das Potenzial Konsumwünsche umzusetzen
Die „höchste Kauflust“ seit über 4 Jahren
Unabhängig von den tatsächlich vorhandenen Mitteln zeigten fast 60 Prozent aller Befragten die Bereitschaft für Konsum. Seit der Befragung vom Februar 2008 erreichte diese Kauflust den bisher höchsten Wert.

Das Sparen ist nach wie vor eine „deutsche Tugend“
Das Niveau der verfügbaren Ersparnisse ist seit Jahren ungebrochen hoch. Jeder Vierte gab demnach an, für kurzfristige Investitionen auf mehr als 2.500,- Euro zurück greifen zu können.

Männer stellten sich mit 32 Prozent, die unmittelbar auf mehr als 2.500,- Euro verfügen könnten, als die Sparsameren heraus. Frauen könnten nur zu 18 Prozent „auf die Schnelle“ den gleichen Mindestbetrag einsetzen.

Bereitschaft zu Finanzierungen über Darlehen
Setzte man eine Investition für die nächsten drei Monate an, würde jeder fünfte Befragte bereit sein, ggfs. eine Finanzierung per Ratenkredit in Kauf zu nehmen. Stünde eine mehrzählige Anschaffung an, steigt der Anteil auf 23 Prozent.

Die Konsumenten-Meinung zur Euro-Krise
69 Prozent der befragten Personen zeigten sich zur seit Jahren anhaltenden Euro-Krise unbeeindruckt und gaben an, ihr Konsumverhalten in keinster Weise geändert zu haben.

Dennoch zeigte sich eine steigende Tendenz, Geld in die Investition von Sachwerten zu stecken. Gegenüber der Befragung im Februar stieg der Anteil von 32 auf 35 Prozent an. In Geldanlagen sehen immer noch 36 Prozent der befragten Deutschen ein Potenzial, aus dem man durch geschicktes Taktieren immer noch Gewinne erzielen könnte.

Jan W. Wagner, Vorstandsvorsitzender der CreditPlus Bank, erklärte zur festgestellten Konsumstimmung: „Offensichtlich hat die Euro-Krise weiterhin keine direkte Auswirkung auf den Optimismus und die Konsumlust der Deutschen. Im Gegenteil: Auch im Herbst 2012 sind die Verbraucher in Konsumstimmung. Die Deutschen wollen ihr Geld lieber ausgeben anstatt zu sparen. Aktuell planen zudem mehr Konsumenten, ihre Anschaffung per Kredit zu finanzieren. Als Spezialist für Konsumentenkredite sind wir uns unserer Verantwortung bewusst: Wir vergeben nur Kredite, die sich der Kunde auch leisten kann.“



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