Kapitalflucht Zypern: Verdacht auf Insider-Tipps

Zypernkrise-


Dank „Vitamin B und Insider-Kenntnisse“. Auf dem Euro-Inselstaat wurde sichtlich weit mehr Kapital hastig und in aller Eile Kapital außer Landes geschafft als bisher angenommen. Weitere Listen scheinen zu belegen, dass noch vor dem Treffen der Eurogruppe „heiße Informationen“ die Runden gemacht haben, um die Einlagen rechtzeitig von den Konten zu räumen. Im Kreise der „Auserwählten“ befanden sich jedoch nicht die normalen Bürger Zyperns.

Erhielten Groß-Unternehmer und vermögende Einzelpersonen Insider-Tipps?

Euro Flucht
Kapital rechtzeitig aus Zypern in Sicherheit gebracht

In Zypern tauchen immer mehr Listen mit noch mehr Namen von Personen bzw. Firmen und deren Bankkonten auf, die offenbar durch Insider-Informationen Zeit erhielten, um ihr Kapital vor dem Zugriff des Rettungsprogramms in Sicherheit zu bringen.

Zwischen dem 01. und 15. März setzten sich auf Zypern auffällig viele Geldtransfers in Bewegung, mit dem Ziel, Kapital ins Ausland zu schaffen. Das Onlinemagazin Sigmalive (Montag) veröffentlichte eine neue Liste mit rund 132 aufgeführten Namen von Personen und Unternehmen, die jeweils große Teile ihrer Einlagen in den unterschiedlichen Währungen Euro, Rubel und Dollar vom Konto räumten.

Am Freitag, den 15. März, fand sich die Eurogruppe zusammen, um über die Maßnahmen zu einem Rettungspaket für Zypern zu beraten. Letztendlich wurde in der Nacht auf Samstag auch eine „Lösung“ gefunden, die ursprünglich 6,75% „Sondersteuer“ für Einlagen unter 100.000,- Euro und 9,9% für Beträge über 100.000,- Euro vorsah. Inzwischen ist diese Variante jedoch revidiert worden, nachdem u.a. das zypriotische Parlament diese „Zwangsabgabe für Alle“ abschmetterte. Final werden Kontoeinlagen ab 100.000,- Euro mit einer Zwangsabgabe von (min.) 40% belastet. Der exakte Anteil steht noch nicht fest, da die Finanzlöcher erst nach dem „gleitenden Übergang“ der Bilanzen von der zu zerschlagenden Laiki Bank zur Bank of Cyprus festgestellt werden müssen.

„Geld-Export“ nur reine Zufälle?
Die Auffälligkeiten laut den Überweisungslisten geben ausreichend Anlass, um über Insider-Informationen zu spekulieren. Zyperns Staatspräsident Nikos Anastasiadis steht ebenfalls im Mittelpunkt der verdächtigten Personen, die offenbar anhand eines „heißen Tipps“ das Kapital außer Landes schaffen konnten. Die Firma Anti Loutsios und Sons Ltd., im Besitz seines Schwagers, veranlasste nur wenige Tage vor dem Eurogruppen-Treffen mehrere Teilüberweisungen in einem Gesamtvolumen von rund 21 Millionen Euro nach England.

Die große Mehrheit dagegen, Zyperns Bürger sowie die kleineren und mittelständischen Betriebe, wurden geradewegs ins offene Messer gesteuert.

Auszüge der auffälligen Geldüberweisungen 01.03. bis 15.03.2013

Zypern Geldflucht 1

Zypern Geldflucht 2

Zypern Geldflucht 3

Zypern Geldflucht 4

Quelle: Sigmalive

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.