Kapital verlässt abermals die Eurozone – Banken und Private ziehen ab

Kapitalflucht-


Das Kapital in der Eurozone kennt mal wieder nur eine Richtung. Raus und zwar so viel und schnell wie möglich. Banken, Unternehmen und Privatpersonen scheinen sich in der alten Umgebung nicht mehr wohlzufühlen.

Kapitalflucht

Eingesetzte Kapitalflucht auf institutioneller und privater Ebene

Spanien und Italien drohen auszutrocknen

Wenn Reiche und Superreiche abziehen, sind natürlich die Sieben Sachen und Kapital auch mit dabei. Dazu gesellen sich wackelige Banken, die ihre maroden Papiere so schnell und umfangreich wie möglich hinterher schicken wollen.

Das Kapital in der Eurozone scheint wieder vom Fluchtinstinkt übermannt worden zu sein, vor allem in Spanien und Italien. Seit Mitte 2014 sind die Defizite beider Länder um rund 200 Milliarden Euro angewachsen und in der gleichen Zeit stiegen die Forderungen der Deutschen Bundesbank im Rahmen von Target-2 um rund 150 Milliarden Euro. Dieser Zustand nähert sich der Situation an, wie sie „auf dem Höhepunkt der Eurokrise“ aufgetreten ist, so Bernd Lucke, ALFA-Europaabgeordneter.

Ein Target-Defizit könne lediglich über zwei Wege aufgebaut werden. Entweder erwirtschaftet das Land einen Leistungsbilanzdefizit oder das Kapital flüchtet. Die Leistungsbilanzdefizite Italiens und Spaniens seien ausgeräumt. Deshalb bleibe nur noch eine Kapitalflucht und zwar im Rahmen von rund 200 Milliarden Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) könne nicht erklären, warum das Kapital dieser beiden Länder in einem derartigen Umfang verlässt, so Lucke. Das sei sehr beunruhigend.

Die Eurokrise sei nach wie vor nicht gelöst. Die EZB könne die Probleme mit ihrem massiven Gelddrucken nicht überdecken. Die in Spanien und Italien seit Mitte 2014 vorliegende Kapitalflucht könne mit den maroden Kreditinstituten und ihrer großen Anzahl notleidender Papiere zusammenhängen, so der Europaabgeordnete.

Die Vermögenden verspüren ebenfalls eine Sehnsucht für die Ferne. Im vergangenen Jahr verließen rund 6 Prozent der Millionäre Frankreichs Hauptstadt Paris. Aus Rom flüchteten rund 7 Prozent der Reichen und es werden immer mehr.

Wer als Reicher noch unschlüssig sein sollte, wohin die Reise gehen soll, kann sich durch die kürzlich offengelegten Panama Papiere inspirieren lassen. Die „aufdeckenden und investigativen“ Medien stellten bereits Russland, Island und China an den Pranger. Dazu noch einige Prominente und Stars aus anderen Teilen dieser Erde. Dorthin sollten die Sieben Sachen samt Kapital auf keinen Fall hin geschafft werden.

Die Gefahr der Bloßstellung scheint einfach zu groß zu sein. Lediglich in den USA scheint die (Ein-) Lage sicher zu sein. Da in den Mainstreams weder US-Firmen, noch in den USA ansässige reiche bis superreiche Personen aufgetaucht sind, sollte das Schweigen im Walde als eine herzliche Einladung verstanden werden.


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