Juncker: Griechenlandkrise führte zu mehr Solidarität

Eurokrise-


Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker sieht keine Gründe, warum Griechenland aus der Währungsgemeinschaft austreten sollte. Der Euro sei auf Dauer eingerichtet und Griechenland wäre nun angehalten, den Haushalt zu konsolidieren. Zu einem „Vereinigten Staaten von Europa“ würde es jedoch nicht kommen.

„Der Euro ist bereits zur europäischen Identität geworden“

Euro
Euro & Griechenland bleiben
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Für den Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, wird es wohl nicht zu einer „Vereinigten Staaten von Europa“ im Sinne der USA kommen. In einem Interview mit der Neue Westfälische (nw-news.de) (Samstag) erklärte Juncker, dass weder die Menschen in Europa noch er selbst den Wunsch verspürten, die einzelnen Länder nach dem Vorbild der US-Staaten zu vereinen.

Die Menschen bräuchten ihren „nationalen und regionalen Referenzrahmen“. Dennoch wäre eine „vertiefte Integration“ notwendig, die „zwar nicht um jeden, aber doch um sehr viele Preise“ verdeutlicht werden müsse, so der Euro-Gruppen Chef.

Der Euro als Währung sei auf Dauer ausgelegt und wäre inzwischen ein Bestandteil der „europäischen Identität“ geworden, so Juncker zu nw-news. Es gäbe nichts, was ihn zu der Vermutung veranlassen könnte, „dass wenige oder sogar viele dem Euro den Garaus machen wollen“.

Ein Ausscheiden Griechenlands wird vom Euro-Gruppen Chef ausgeschlossen. Niemand hätte die Vorstellung, dass die Verschuldungsprobleme durch ein Verlassen der Euro-Zone gelöst werden könnten, so Juncker und bekräftigte das weitere Fortbestehen der Mitgliedschaft Griechenlands innerhalb der Währungsgemeinschaft. Letztendlich führte diese „mustergültige“ Aufgabe zur Solidarität der übrigen 16 Euro-Mitgliedsländern.

Solidarität wird von einer Minderheit vorgelebt

Ginge der Blick ins Detail, müsste hinterfragt werden, wie weit und tief die Solidarität in die einzelnen Ländern der Euro-Zone vordringt. Vermutlich fällt die Zustimmung zu einer europäischen Solidargemeinschaft nach dem Parlament „nach unten quardratisch“ ab.

Die „herzliche“ Aufnahme der Bundeskanzlering Angela Merkel (CDU) bei ihren Visiten in Griechenland und Portugal spricht Bände. Die örtlichen Medien tragen zu einer feindlichen Stimmung innerhalb der Bevölkerung kräftig bei.

Das Vertrauen der Griechen in die Demokratie ihres Landes ist inzwischen auf einen Nullpunkt gesunken. Viel arlarmierender sind jedoch die Anzeichen von militärischer Aufrüstung in der Schweiz an den Grenzen zur EU. Bereits Mitte Oktober rüstet die schweizer Armee lt. Medienberichten auf, um für eine „humanitäre EU-Krise“ vorbereitet zu sein.

Demnach erwartet die Schweiz einen Ansturm von Flüchtlingen aus der Euro-Zone sowie Übergriffe und sogar Attentate. Das in Brüssel ansässige Nachrichtenportal EUObserver berichtete von einer militärischen Operation Namens „Stabilo Due“, die darauf fokusiert wurde, die Risiken problematicher Aufeinandertreffen von Flüchtlingen aus Portugal, Spanien, Griechenland, Italien und Frankreich zu erkennen und entsprechend zu handeln.

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