IWF versucht im Eurozonen-Chaos gute Stimmung zu verbreiten

Griechenlandkrise-


Der Internationale Währungsfonds (IWF) versucht offenbar in der düsteren Stimmung rund um Griechenland, die Eurokrise und der nach wie vor schleppenden Weltwirtschaft gute Laune zu verbreiten. Der Fonds spricht von „rosigen Entwicklungen“ sowie ein für die Weltwirtschaft ungefährlicher Grexit.

Euro-Frage

IWF prognostiziert in finsteren Zeiten positive Konjunktur-Entwicklungen

IWF säuselt beruhigende Klänge, vor allem für die Gläubiger Griechenlands

Es sieht doch gar nicht so schlecht aus, so der Tenor des IWF. Die Weltwirtschaft befinde sich auf einem guten Weg, der Schwung sei bereits erkennbar. In der Eurozone setzten die Fortschritte ihren Weg fort. In diesem Jahr dürfte die Wirtschaft in der Eurozone um 1,5 Prozent und am Ende des nächsten Jahres um 1,7 Prozent gewachsen sein.

Während der IWF die Konjunktur in der Währungsgemeinschaft auf Wachstumskurs sieht, drücke die schleppende Wirtschaft der USA auf die globale Entwicklung, wie RP-Online (Freitag) berichtete. Allerdings werde sich der Spieß im kommenden Jahr umdrehen. Die globale Wirtschaft werde aus dem erwarteten -0,2 Prozentpunkten im kommenden Jahr ein +3,8 Prozent hervorbringen.
Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone würde die Weltwirtschaft nicht gefährden, so die Einschätzung des IWF.

Sollte Griechenland die Eurozone verlassen („Grexit“), dann werde es die Weltwirtschaft ganz gut überleben, auch wenn es für Griechenland schlimmer kommen werde als bisher angenommen.

Derzeit schwebt das Antragsverfahren Griechenlands auf mehr als 50 Milliarden Euro als drittes Kreditprogramm, finanziert vom ESM. Die Eurogruppe prüft über das Wochenende die am Donnerstagabend von Athen vorgelegten Spar- und Reformvorschläge. Die Gläubiger der bisherigen Altschulden dürften „das Beste“ hoffen, denn ohne einen erneuten (von Steuergeldern finanzierten) Kredit, dürften Schuldenschnitte unvermeidlich werden.


Würde jemand auf den Gedanken kommen, eine Insolvenz Bayerns würde die Weltwirtschaft aus den Fugen hebeln können? Griechenlands Wirtschaftsleistung ist geringer als die des Freistaates. Ein weiteres Kreditprogramm nach Zusage der Sparprogramme wird allerdings die griechische Schuldenquote von derzeit gut 175 Prozent noch weiter in die Höhe treiben, durch einen weiteren Einbruch der Konjunktur sowie den „nicht unerheblichen“ gut 50 Milliarden Euro Neuschulden. Ein Großteil vom dritten „Hilfsprogramm“ dient ohnehin nur der Bedienung von Altschulden. Eine Abwärtsspirale.





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