IWF setzt Hoffnung auf Deutschlands Wirtschaft – Jedoch nicht ohne Kritik

Konjunktur Deutschland-


Der Internationale Währungsfonds sieht Deutschlands Wirtschaftslage und Finanzpolitik auf einem guten Weg, warnte jedoch vor dem Abwürgen der Konjunktur durch überzogene Sparmaßnahmen. Um die Binnennachfrage zu steigern forderte der IWF eine Anhebung der Reallöhne für die Arbeitnehmer.

Wirtschaftswachstum

Der IWF setzte auf Deutschlands „goldene Wirtschaftspfeiler“ für Konjunktur im Euroraum

Deutschland als ruhender Anker mit leichten Dellen

Deutschland wäre in der wankenden Wirtschaftszone Europa ein Ruhe- und Stabilitätsanker und deshalb müsse dem Land eine Schlüsselrolle zukommen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wechselt in seinem Bericht zu Deutschlands Lage jedoch zwischen Lob und Rügen.

Derzeit würde sich Deutschlands Finanzpolitik noch auf einem guten Weg befinden. Der Sparkurs sei bei der aktuellen Situation angemessen. Doch warnte der IWF in seinem Länderbericht am Dienstag vor einem Übertreiben der Sparmaßnahmen, um nicht die bescheidenen Wachstumsraten abzuwürgen. Eine „Übererfüllung“ des Ziels müsse vermieden werden.

Ein Fokus müsse auf die Steigerung der Binnennachfrage gelegt werden. Dazu rät der IWF u.a. zu einer Anhebung der Reallöhne in Deutschland, die Arbeitnehmer müssten am Nationaleinkommen höher beteiligt werden. Die Anhebung der Reallöhne könne durch die Absenkung der Steuerlast erreicht werden, so der IWF in seinem Bericht. Eine Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit werde darin nicht erkannt. Die Wirtschaft müsse gestärkt werden, um auch in der Zukunft gegen Extremsituationen gewappnet zu sein. Deutschland wäre aufgrund seiner starken Export-Orientierung noch sehr anfällig. Die angestrebte Konjunkturerholung im Euroraum stehe in großer Abhängigkeit von einem „stärkeren und ausgewogenen Wachstum in Deutschland“. Die stabile Grundverfassung Deutschlands müsse die Rolle als der „Stabilitätsanker in Europa“ erhalten.

Dennoch nur bescheidene Zuwachsraten im Ausblick
Der IWF bleibt bei den zuletzt getroffenen Prognosen zu Deutschlands Konjunkturausblicken. Das Jahr 2013 werde mit einem kleinen Plus von 0,3 Prozent abschließen und im Jahr 2014 einen Zuwachs von plus 1,3 Prozent erreichen. Voraussetzung für eine langfristige Steigerung wären jedoch erhöhte Anstrengungen bei den Strukturreformen. Als einen Pluspunkt bezeichnete der IWF das seit 2007 rückläufige Ungleichgewicht bei den Außenhandelsbilanzen. Die Überschüsse gingen kontinuierlich zurück.

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