IW Köln verteidigt Kurs der EZB

EZB Geldpolitik-


IW Köln verteidigt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Der aktive Ankauf von Staatsanleihen der Krisenländer sei eine Notwendigkeit gewesen, um die Geldwertstabilität auf indirektem Weg zu sichern.

Eurostabilität

Die EZB müsse für einen stabilen Euro sorgen – „Der Zweck heiligt die Mittel“

„Die EZB muss eingreifen wenn der Übertragungsweg gestört ist“

Die Europäische Zentralbank (EZB) habe durchaus im Rahmen ihres Mandats gehandelt und mit dem Ankauf der Staatsanleihen von Krisenländern keine Gesetze überschritten. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) will zeigen, warum die EZB gar kein Interesse darin habe, mit ihren Maßnahmen überschuldete Länder zu finanzieren.

Primäres Ziel der EZB sei die Sicherung der Geldwertstabilität. Eine direkte Einflussnahme auf diese Stabilität sei jedoch nicht möglich. Dazu wären „funktionierende Banken“ notwendig, die entsprechend vorgenommene Leitzinsänderungen an die Haushalte und Unternehmen weitergeben, so das IW.

Dieser Durchfluss sei jedoch in den Ländern Griechenland, Portugal, Italien, Irland und Spanien gestört gewesen. Die Kreditinstitute in diesen Ländern hielten Staatspapiere in einem riesigen Umfang. Der Wert der Staatsanleihen ist jedoch im Verlauf der Schuldenkrise stark gesunken und die Banken gerieten in finanzielle Schwierigkeiten. Um eine Kreditklemme zu verhindern, sei die EZB zum Ankauf der Anleihen gezwungen gewesen.

Auch die Kritik gegen die EZB, sie hätte lediglich die Anleihen von Krisenstaaten angekauft, statt ein „repräsentatives Portfolio der Staatsanleihen aller Euroländer“ einzurichten, hält das IW für ungerechtfertigt. Die EZB müsse dort eingreifen, wo der „Übertragungsweg ihrer Geldpolitik gestört ist“. Hätte die EZB u.a. die Staatsanleihen von Deutschland gekauft, würden die ohnehin schon sehr niedrigen Zinsen in Deutschland noch weiter unter Druck geraten.

IW Köln vertritt die Meinung, dass die Ankündigung der EZB, notfalls Anleihen in unbegrenzter Stückzahl aufzukaufen (OMT), durch die Situation durchaus legitimiert gewesen sei. Das Staatsanleihekaufprogramm sei nicht nur erlaubt sondern auch richtig gewesen. Die EZB befinde sich auf dem richtigen Weg und hatte durch ihr Handeln „Schlimmeres verhindert“, so das IW.

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.