Italiens Bankenkrise wird Prinzip EU-Politik offenlegen

Bankenkrise-


Die aufflammende Bankenkrise in Italien wird voraussichtlich die insgeheime Richtlinie der EU-Politik zu Tage tragen. Der hemmungslose Transfer des Kapitals der breiten Masse zu den privaten Geldinstituten.

Sog. Bankenrettung ist die Enteignung von Sparern und Steuerzahlern

Euro-Flucht
Das EU- und Euro-Prinzip ist gegen die Bevölkerung

Italiens Bankenkrise wird aufzeigen, welche Maßstäbe, Richtlinien, geschweige moralische Werte in der EU-Politik vorherrschen. So wie die Dinge gerade stehen, läuft es auf einen vollumfänglichen Rundumschlag gegen Gläubiger, Anteilseigner, einem beherzten Griff in die Guthaben der Sparer sowie eine weitere „Veruntreuung“ der Steuergelder hinaus. Die Anfang 2016 in Kraft getretene Richtlinie zur Abwicklung der Banken ist schon in der Theorie ad absurdum geführt, alleine bei der Betrachtung des italienischen Bankensektors. Italien wird seine eigenen Banken nicht retten können, denn der Staatshaushalt sucht selbst verzweifelt einen Retter.

Die Traditionsbank Monte dei Paschi lagert in ihren finsteren Kellern faule Kredite in einem Volumen von rund 380 Milliarden Euro. Italiens größte Bank, Uni Credit, steht ebenfalls mit einem Bein über dem Abgrund. Italiens Schuldenquote betrug zum Ende des ersten Quartals 2016 rund 135 Prozent. Rom soll die Banken retten, so die Rufe, aber wie?

Italiens BIP lag 2015 bei gut 1.815 Milliarden Euro. Die öffentlichen Schulden nähern sich der Marke von 2.200 Milliarden Euro. Für die Rettung der privaten Kreditinstitute im Land ist somit kein einziger Euro-Cent verfügbar.

Die Richtlinie zur Bankenabwicklung wurde eingeführt, um die Gelder der Steuerzahler zu schützen. Man wolle künftig die Gläubiger, Anteilseigner und auch die Sparer zur Kasse beten, sollte eine Bank vor dem Untergang stehen. Der „Fall Zypern“ diente für das „Rettungsprinzip“ offensichtlich als Blaupause. Gläubiger hatten sichtlich Zeit genug, ihr Kapital vor dem Zugriff auf die Sparer-Konten in Sicherheit zu bringen.

Wie „ernst“ es der EU um die konsequente Umsetzung des sog. „bail-in“-Verfahrens ist, stellte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi höchstpersönlich unter Beweis. Er forderte, die Richtlinie zur Bankenabwicklung falls erforderlich außer Kraft zu setzen. Die warnenden Worte des Bundesbank-Vorstandsmitgliedes Dombret vor dem Aufweichen des „bail-in“-Verfahrens dürften auf wenig Gehör stoßen.

Der ursprünglich ausschließlich für die Länder-Rettung eingerichtete ESM soll im Nachschlag eine „Lizenz“ für die anteilige Stützung von wackeligen Kreditinstituten erhalten. Der Umfang des geschaffenen Bankenrettungsfonds ist lediglich der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.

Italiens Banken kippen, die Gläubiger müssten herhalten, aber Italien ist selbst eines der größten Gläubiger. „Die Katze beißt sich selber in den Schwanz“. Woher sollen also die „Rettungsmilliarden“ kommen? In einer „Nahrungskette“ ist immer der Letzte der Verlierer. Also der Sparer im Rahmen der Richtlinie für Bankenabwicklung und der Steuerzahler als Folge der von der Politik unterstützten Aufweichung dieser Richtlinie.

Der Geldtransfer von der breiten Masse zu den privaten Kreditinstituten dürfte über die Werkzeuge EU und Euro hemmungslos fortgesetzt werden.


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