Mit Italien droht in Eurokrise die nächste Eskalationsstufe

Euro-Desaster –


Die sog. Rettung Griechenlands bezog schon eine ordentliche Größenordnung von Krediten ein, für die ohnehin der Steuerzahler gerade stehen darf. Mit Italien droht in der andauernden Eurokrise eine nächste Eskalationsstufe erreicht zu werden.

Euro Spalter

Die beständige Eurokrise droht wieder zu eskalieren

Griechenland ein Drittel Bayerns

Griechenland wurde Ende August 2018 offiziell als „gerettet“ erklärt. Nach knapp 290 Milliarden Euro als Hilfsgelder bezeichnete Kredite, Schuldenschnitt-Schenkungen und Privatisierungsmaßnahmen, wurde Griechenland bei einer Schuldenquote von rund 180 Prozent des BIP (2008: knapp 110 %) als wieder überlebensfähig in den Finanzmarkt-Dschungel entlassen. Nun dürfen die Griechen zusehen, wie die für die tatsächliche Rettung privater Investmentbanken aufgebürdeten Schulden wieder aus der Welt geschaffen werden könnten.

Gigantische Summen für ein Land, das im wirtschaftlichen Vergleich eine relativ kleine Nummer abgibt. Das Bruttoinlandsprodukt Griechenlands betrug im Jahr 2017 rund 200 Milliarden US-Dollar. Das BIP des Bundeslandes Bayern lag bei rund 660 Milliarden US-Dollar. Die Banken-Flüsterer innerhalb des Euroraumes haben somit quasi gerade mal ein Drittel Bayerns „gerettet“.

Italien ist das 10-fache Griechenlands

Ein ganz anderes Kaliber dagegen ist mit einem BIP von gut 1,9 Billionen Dollar (2017) das Euro-Mitgliedsland Italien. Also knapp das 10-fache Griechenlands. Die akuten Gefahren gehen, wie bereits gewöhnlich, wieder einmal von wankenden Investmentbanken aus. Diese privaten Institute erwarten gemäß der erprobten „Bail-out“-Methode eine helfende Hand des Steuerzahlers. Das Interesse an ein zahlungsfähiges Italien steht auch im direkten Interesse des deutschen Steuerzahlers, da Italien im Target-2-System mit rund 400 Milliarden Euro der Bundesrepublik als der größte Schuldner gegenüber steht. Die Bundesbank ist in Target-2 mit ca. 900 Milliarden Euro Außenstände die größte Gläubigerin.

Italiens größte Banken mit mehr als 150 Mrd. € fauler Kredite

Italien droht zu einem richtig heißen Eisen zu werden. Bundestagsabgeordneter Frank Schäffler (FDP) hat bei der Europäischen Zentralbank (EZB) nachgefragt, wie es um die Banken Italiens bestellt sei. Die Antwort hat Schäffler dem Deutschen Bundestag vorgetragen und demnach hatten die zehn größten Banken Italiens zum Stand zweites Quartal 2018 einen Bestand von sog. notleidenden Krediten mit einem Volumen von 154,6 Milliarden Euro.

Ganz vorne dabei sind die Banca Monte dei Paschi die Siena mit 19,6 Milliarden Euro, die Banco Popolare di Bari mit 2,6 Milliarden Euro und die Banca Carige mit 3,5 Milliarden Euro. Die Leitung der Banca Carige wurde Anfang des Jahres ohnehin schon von der Bankenaufsicht bzw. EZB übernommen. Die Regierung Italiens hat inzwischen für die Anleihen der angeschlagenen Bank staatliche Garantien und öffentliche Gelder für ihre Rekapitalisierung zugesichert. Das Steuermittel-Hilfsprogramm ist somit schon angelaufen.

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