Italien baute 2013 Staatsschulden kräftig aus

Italienkrise-


Italiens Schuldenberg wurde im Jahr 2013 auf knappe 133 Prozent des BIP ausgebaut. Das Euro-Mitgliedsland erweiterte das dicke Minus bis zum Jahresende um rund 78 Milliarden Euro.

Euro Rettungsschirm

Italiens Haushaltsschulden wiegen in der Eurozone sehr schwer

Die „Maastrichter Empfehlung“ mehr als doppelt überschritten

Italiens Haushaltskassen weisen immer größere Lücken auf. Das Euro-Mitgliedsland baute die Staatsschulden im Jahr 2013 kräftig aus, auch wenn der Schuldenberg im Monat Dezember 2013 sogar etwas abgetragen wurde.

Die Banca d’Italia meldete zum Ende 2013 einen Schuldenstand in Höhe von rund 2.067 Milliarden Euro. Zum nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) entspricht das einer Verschuldung von 132,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat konnte Italien die Lücke um gut 32,5 Milliarden Euro verkleinern, aber gegenüber dem Monat Dezember 2012 blieb das Schuldenloch dennoch um rund 78 Milliarden Euro größer.

Ein wesentlicher Grund für die seit Jahren vorherrschende Eurokrise sind die hohen Staatsschulden zahlreicher Euro-Mitgliedsländer. Italiens Wirtschaft gehört zu den Schwergewichten innerhalb der Währungsgemeinschaft. Angesichts der wachsenden Staatsverschuldung kann kaum von einer Beruhigung der Krisenlage, geschweige von einem sichtbaren Ende gesprochen werden.

Das Maastrichter Kriterium, eine Staatsverschuldung von höchstens 60 Prozent des BIP zuzulassen, ist ohnehin schon Makulatur. Deutschlands Haushaltsschulden belaufen sich auf mehr als 80 Prozent und befindet sich damit noch im „besseren Mittelfeld“. Angesichts der (tatsächlichen) Entwicklungen in der Währungsgemeinschaft erscheint es nur verständlich, dass die Prüfung der Rechtmäßigkeit der unbegrenzten Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) in „europäische Hände“ übergeben wurde und die „Funktionserweiterung“ des Rettungsfonds ESM für die direkte Rekapitalisierung von kippenden Banken vorangetrieben wird.

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