Integration Drittlands-Migranten ging schleppend voran

Asyl-Politik –


Die Integration der in den vergangenen Jahren aus Drittländern zugewanderten Asylbewerber ging eher schleppend voran. Für rund 70 Prozent der Zugewanderten wäre dieser Schritt noch notwendig.

Asyl-Geschäft

Beschäftigungsquote liegt bei „Hauptasylbewerbern“ bei nur 30 Prozent

Zuwanderung nimmt wieder Fahrt auf, bei miserablen Arbeitsmarkt

Nach fünf Jahren der breiten Grenzöffnungen und dem motivierten „Wir schaffen das“ zog das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) eine von den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschlands (Dienstag) veröffentlichten Bilanz der bisherigen Integration der Angekommenen in den deutschen Arbeitsmarkt. Zu den Haupt-Herkunftsländern der Asylbewerber zählen demnach Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Eritrea, Pakistan, Somalia und Nigeria. Die Beschäftigungsquote von Migranten aus diesen Ländern stieg im Zeitraum April 2016 bis November 2019 von 10,6 auf 30,8 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Auszubildenden stieg zwischen Ende 2015 und Ende 2019 von 6.800 auf 54.600 Beschäftigte.

Obwohl die Zahl der in den Arbeitsmarkt integrierten Zuwanderer deutlich anstieg, könne angesichts des zum Ende 2019 erreichten Niveaus noch nicht von „einem erfolgreichen Abschluss des Integrationsprozesses sprechen“, so IW. Ein großer Teil der Integrierten sei im Gastgewerbe und in Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt. Nun kommen besonders in diesen Branchen die Verschlechterungen aufgrund der mit Corona begründeten Lockdown-Verordnungen hinzu. Die Perspektiven einer Beschäftigung seien jedoch gut, auch wenn es derzeit noch nicht absehbar sei, wie lange die negativen Auswirkungen anhalten. Auf längere Sicht werde die Integration der Migranten in den Arbeitsmarkt jedoch wieder voranschreiten wie in den vergangenen Jahren. Auf eine solche Entwicklung deuteten lt. IW der vorherrschende Fachkräftemangel sowie der demografische Wandel hin. Das Institut fordert die Förderung zusätzlicher Zugänge in den Bereichen Bildung und Erwerb, um somit die drohende demografische Lücke zu schließen.

IW bedient die Kristallkugel und beruft sich auf einen (nicht überschaubaren) langfristigen Zeitraum. Es könnte so sein, muss aber nicht und sehr wahrscheinlich ist es ebenfalls nicht. Nach rund fünf Jahren sind knapp 70 Prozent die aus den ausgesuchten Drittländern Zugewanderten noch nicht im Arbeitsmarkt integriert. Sogar im Zeitraum des vollständigen Lockdowns blieben die Grenzen für Asylbewerber offen. Nach den Lockerungen nahm die Zahl der Zuwanderer rasch wieder Schwung auf. Das Kurzarbeitsgeld ist nun bis Ende 2021 verlängert worden. Dies zeigt die Erwartungen zu den Arbeitsmarktentwicklungen und damit auch die Chancen für eine erfolgreiche Integration der Migranten.

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