Instabiles Stromnetz – Österreichs Kraftwerke helfen aus

Energiewende –


Der Bundeswirtschaftsminister Altmaier begibt sich auf Deutschlandreise für die Erkundung möglicher Stromtrassen und Österreich hilft inzwischen fleißig aus, damit die Lichter vor allem im Süden des Bundesgebietes nicht ausgehen.

Stromkosten

Eigene (restlichen) Stromerzeuger können kein stabiles Netz aufrecht erhalten

Entwurf Netzausbaubeschleunigungsgesetz steht bereits

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) begab sich am 09. Februar 2019 wieder auf eine Erkundungstour im Bundesgebiet, um im Rahmen seines Konzepts „Aktionsplan Stromnetz“ nach möglichen Stromtrassen Ausschau zu halten. Nach seiner Tour durch Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Bayern im vergangenen Jahr, war nun Hessen an der Reihe. Altmaier wolle sich ein persönliches Bild vor Ort machen und nach Lösungen für den Netzausbau suchen. Wichtig seien ihm die Meinungen der örtlichen Einwohner und zugleich wolle der CDU-Politiker für den Netzausbau werben.

Ein Bestandteil des „Aktionsplan Stromnetz“ ist die Schaffung eines Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG). Der Entwurf steht sei Dezember 2018 bereits fest. Anhand dieser Vorgaben sollen Planungsverfahren bei Netzverstärkung und Neubau in bestehenden Trassen vereinfacht werden. Dazu werde geprüft, ob bei der Neuerrichtung von Stromtrassen zur Vorsorge Leerrohre mitverlegt werden könnten.

Ohne Nachbarhilfe wären die Lichter schon ausgegangen

Der Netzausbau hinkt dem Konzept der Energiewende ohnehin weit hinterher. Während im Norden bereits ganze Wälder aus Offshore-Windkraftanlagen errichtet wurden, blieb bisher der Ausbau der Leitungskapazitäten für den Energietransport gen Süden aus. Der bisherige Verlauf der Energiewende hat bereits ernsthafte Konsequenzen. Von einem stabilen Stromnetz im Bundesgebiet könne inzwischen keine Rede mehr sein. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017/2018 musste z.B. die Linz AG in Österreich mit ihren Gasturbinen in genau 100 Tagen für die Stabilisierung des Stromnetzes im Bundesgebiet sowie Europa einspringen. Ein Jahr zuvor half Linz AG in 82 Tagen aus, so OÖNachrichten. Grund dafür sei die Instabilität des deutschen Stromnetzes aufgrund des unregelmäßig erzeugten Windstroms im Norden des Landes und wegen mangelhafter Leitungskapazitäten. Die großen Abnehmer im Süden des Landes können daher nur schwer versorgt werden. Südliche Stromerzeuger müssen immer kurzfristiger dagegen steuern. „Ohne unsere flexiblen Gaskraftwerke wären die Netze nicht aufrechtzuerhalten“, so Linz AG Vorstandsdirektor Wolfgang Dopf.

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