Inkassofirmen setzen Lockdown-Geschädigte weiter unter Druck

Schulden-Dilemma –


Als wenn die mit Corona begründeten Repressalien nicht schon genügend Druck auf Gemüt und Geldbörse der Menschen ausüben würden, halten Inkassounternehmen an ihrer bisherigen Profitorientierung eisern fest. Der Druck auf die Schuldner steigt noch weiter an.

Schuldenberg

Keine Rücksicht auf Lockdown-Verordnungen begründeten Einkommensverluste

Inkassounternehmen sind nur profitorientierte Firmen

Die Lage der von Schulden und Zahlungsunfähigkeit geplagten Haushalte ist mit den politisch verordneten Lockdown-Maßnahmen zumeist noch verschärft worden. Kurzarbeit oder gar Arbeitslosgkeit aufgrund zwangsgeschlossener Unternehmen haben das Einkommen teils kräftig abrasiert. Dies alles mit „Nachhaltigkeit“, denn eine Lockerung der Repressalien, geschweige eine Rückkehr zur Normalität scheint gar nicht gewollt. Bei nicht mehr bedienbaren Schulden ist auch schnell ein („Droh“-)Brief eines Inkassounternehmens eingeflogen. Der Druck auf den Schuldner steigt weiter an.

Eine Schonfrist wird es auch während der verordneten Repressalien nicht geben. Der Deutsche Inkasso Dienst (DID) sieht nicht davon ab, die Schuldner auch zu den gegenwärtigen Umständen einen „freundlichen“ Besuch abzustatten. Damit stellen sich die „Geldeintreiber“ in Reih und Glied zu den eifrigen Corona-Scouts, den Polizeikräften und auch Bediensteten der Gesundheitsämter, welche lediglich im Sinne des „Allgemeinwohls“ nach dem Rechten sehen wollen. Der Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) ging ein weitergeleiteter Brief eines Betroffenen („Opfers“) ein. Damit wurden dem Schuldner mitgeteilt, dass ein Außendienstmitarbeiter die Wohnräume des Schuldners aufsuchen wolle, um über die Begleichung einer noch offen stehenden Rechnung in Höhe von 900 Euro zu sprechen. Auf einen Hausbesuch wolle der DID verzichten, wenn die Schuld in kürze beglichen werde.

Allzu gerne vermitteln die Schuldeneintreiber auch anhand der Gestaltung der Schreiben den Eindruck, wie Bedienstete der öffentlichen Hand im „hoheitlichen Sinne“ zu handeln, obwohl es sich bei Inkassounternehmen – wie es bereits die Bezeichnung beschreibt – nur um rein profitorientierte Firmen handelt. Diese erhielten zwar vom Gläubiger entsprechende Befugnisse, jedoch keineswegs den Status eines „Exekutiven“.

Doch die Aufmache wirkt regelmäßig. „Mit diesen Schreiben werden Schuldner massiv unter Druck gesetzt“, so die Kritik von Kerstin Föller, vom vzhh. Die Schuldner fühlten sich dazu verpflichtet, derlei angekündigten Hausbesuche zuzustimmen. Der Hinweis der vzhh, dass die Inkassounternehmen dazu die Gesundheit des Schuldners sowie die eigene riskierten, erscheint dagegen obligatorisch.

Die Hamburger Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass sich Betroffene von derartigen Androhungen nicht unter Druck setzen lassen sollten. Diese entbehrten jegliche gesetzliche Grundlage. Das Recht zu Einlass in die Wohnung habe lediglich ein Gerichtsvollzieher mit dem Beschluss des zuständigen Richters.

„Frechheit siegt“, so wohl das Motto vieler Inkasso-Unternehmen. So manchem Betroffenen wurde der vom Inkasso-Mitarbeiter durchgeführte Hausbesuch in Rechnung gestellt. Dabei müsse die Inkasso-Firma für derlei Unternehmungen grundsätzlich selbst aufkommen, so vzhh. Es handelte sich hier um nicht notwendige Kosten im Rahmen der Rechtsverfolgung.

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