Inflationsrate in Eurozone vom August 2014 nähert sich mit 0,3% der Null

Konjunktur Euroraum-


Im August 2014 ging es mit der Inflationsrate im Euroraum weiter abwärts. Lediglich 0,3% meldete Eurostat. Die EZB wird auf ihrer nächsten Sitzung ggfs. ein neues Rezept aus dem Zylinder zaubern müssen.

Eurokrise

Wenn es „billiger statt teurer“ wird im Euroraum, könnte die Abwärtsspirale bereits losgetreten sein

Maßnahmen der EZB scheinen völlig verpufft zu sein

Die Preissteigerungen im Euroraum entfernten sich im August 2014 um ein weiteres Stück von der „klaren Inflation“ und rückten der Deflation etwas näher. Lediglich 0,3% betrug im August die jährliche Inflation, laut einer Schnellschätzung des Europäischen Statistikamts (Eurostat).

Im Monat zuvor betrug die jährliche Inflationsrate noch 0,4%. In der Währungsgemeinschaft gingen vor allem die Preise für Energie (-2,0%) und Alkohol sowie Tabak (-0,3%) zurück. Die höchsten jährlichen Inflationsraten wiesen im August 2014 Dienstleistungen (1,2%) und Industriegütern ohne Energie (0,3%) auf.

Mit diesen Entwicklungen zur Inflationsrate dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) wiederholt in Zugzwang kommen. Das vom EZB-Chef Mario Draghi erklärte Ziel sei u.a. die Abwendung einer Deflation, wobei die Wunschmarke von knapp 2% Inflation vorerst in den Hintergrund rückte.

Die letzten Maßnahmen der EZB waren mit Leitzinsabsenkung, dem Negativzins für Bankeinlagen bei der EZB sowie das bereitgestellte Sonderkontingent an Billig-Kredite für Großbanken in Höhe von anfänglich 400 Milliarden Euro, äußerst umfangreich. Doch der Blick auf die Inflationsentwicklung im Euroraum deutet auf einen „bescheidenen Erfolg“ hin.

Durch Sparkurse abgewürgte Konjunkturen in zahlreichen Euro-Ländern können offensichtlich doch nicht so einfach mit „Geld drucken“ kompensiert werden. Einen Aufschwung und eine höhere Inflationsrate wird auch die EZB nicht generieren können, wenn das Kapital den Handelsplätzen der Finanzmärkte statt der realen Wirtschaft zugeführt wird.

Die Kreditvergabe ist laut dem Münchner ifo-Institut in Deutschland noch auf einem hervorragenden Niveau. In Portugal, Griechenland, Spanien, Irland und neuerdings auch Italien sowie Frankreich ist die Nachfrage nach Krediten durch eingeknickte Konjunkturen entsprechend gering. Das „viele Geld“ wird von der Realwirtschaft kaum angefragt, da keine Investitionen mehr möglich sind oder zumindest nicht mehr gewagt werden.





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