Inflationsrate im Juni 2020 auf „überraschende“ 0,9% angestiegen

Konjunktur –


Die jährliche Inflationsrate stieg im Juni 2020 auf 0,9 Prozent an. Dieser Wert dürfte angesichts der Ölpreisentwicklung im vergangenen Jahr und der nachhaltigen Lockdown-Schäden in diesem Jahr voraussichtlich wieder auf Talfahrt gehen.

Konjunkturschwankungen

Inflationsrate dürfte nach Juni 2020 wieder auf Talfahrt gehen

Lebensmittelpreise werden weiterhin deutlich ansteigen

Im Juni 2020 zog die Inflation (gemessen am Verbraucherpreisindex) im Bundesgebiet wieder an. Lt. den vorläufigen Zahlen von Destatis lag die jährliche Verteuerung im Juni bei 0,9 Prozent. Zwar deutlich unter dem „Wunschwert“ von knapp 2 Prozent, aber deutlich höher als im Monat (0,6 %) zuvor und vor allem gegen den erwarteten Trend.

Ausschlaggebend für die nach wie vor „zu niedrige“ Geldentwertung waren auch im Juni die aufgrund der ausgerufenen Corona-Pandemie eingebrochenen Energiepreise, mal von den Stromkosten für die deutschen Haushalt abgesehen. Allerdings umfasste der Monat Juni im vergangenen Jahr einen relativen Tiefstand der Energiepreise. Der Preisunterschied zu den aktuell noch niedrigeren Preisen ist dadurch nicht mehr so ausgeprägt wie die Monate zuvor. Im Juni gewannen dadurch die anderen Bestandteile des virtuellen Warenkorbs wieder etwas die Oberhand. So zum Beispiel die „nicht ganz unwichtigen“ Lebensmittelpreise. Diese stiegen auf Jahressicht immerhin um 4,4 Prozent an.

Da die Folgen der mit Corona begründeten Lockdown-Verordnung die globalen Ölpreise voraussichtlich noch für einige Monate im Keller halten werden, dürfte auch die statistische Inflationsrate wieder absinken. Im vergangenen Jahr erreichten die Ölpreise Mitte September einen Höhepunkt. Sollte der Ölmarkt bis Mitte September 2020 nicht auf die Sprünge kommen, so drückt sich dies statistisch durch deutlich niedrigere Energiepreise als 1 Jahr zuvor aus. Die Lebensmittelpreise werden dennoch weiterhin anziehen und die ab 01. Juli temporär abgesenkte Mehrwertsteuer dürfte da nur wenig bis gar keine Kompensation bieten können.

Bisherige Inflationsentwicklung

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