Indiens Bargeld Einschränkung ist ein großes Experiment

Bargeldabschaffung-


Indien startete mit der überraschenden Abschaffung der großen Geldscheine offenbar ein großes Experiment und zugleich eine Vorlage für den „Rest“ der Welt. Der Kampf gegen das Bargeld hat bereits eingesetzt.

Indiens Bargeldprogramm könnte als Blaupause dienen

Devisen
Ungeliebten Scheinen wurde der Kampf angesagt

Indien hat dem Bargeld den Kampf angesagt und die Welt blickt genau hin, wie Politik, Wirtschaft und vor allem die Bürger reagieren. Nachdem Indiens Regierung schon Anfang November in einer „Nacht- und Nebelaktion“ die großen Geldscheine für ungültig erklärte, wandte sich nun der indische Premierminister Narendra an die Öffentlichkeit und forderte die Menschen dazu auf, das Bargeld doch einfach links liegen zu lassen und lieber die elektronischen Zahlungsmethoden zu nutzen.

Die Auswirkungen der überraschend für ungültig erklärten 500- und 1000-Rupien-Banknoten hat die indische Regierung offenbar unterschätzt. Derzeit droht in Indien das Chaos. Vor den Banken bilden sich lange Schlangen mehr oder minder aufgebrachter Bürger, die ihre nun ungültigen Geldscheine umtauschen wollen.

Im Vordergrund steht der Kampf gegen Korruption und Geldwäsche. Von den Medien weniger beachtet wird jedoch das bereits seit Jahren laufende Programm zur biometrischen Erfassung eines jeden einzelnen indischen Bürgers. Das sog. „Unique Identification Number (UID)“ wurde bereits im Jahr 2010 gestartet. Hierbei werden Indiens Bürger per Fingerabdrücke, ein Gesichtsbild und Netzhaut der Augen erfasst. Auch hier steht als Begründung die Vermeidung von Missbrauch des indischen Sozialsystems im Vordergrund.

Die Regierungen und Zentralbanken dieser Länder werden die Entwicklungen in Indien mit großem Interesse verfolgen und ganz besonders der Kreditkartenherausgeber Mastercard. Rund 1,6 Milliarden Menschen leben in Indien. Ein gigantischer Markt. Die Aktie von Mastercard stieg zwischen Anfang 2012 und aktuell von rund 30 auf 100 US-Dollar an.


Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.