In Moskau lauert der nächste Deutsche Bank Skandal

Bankenskandale-


Die Deutsche Bank rückt nach nur sehr kurzer Pause erneut in den Mittelpunkt der Skandale. Nach Libor folgt umfangreiche Geldwäsche in der Zweigstelle Moskau.

Justiz

Kapital in sekundenschnelle per Devisenhandel am OTC-Markt reingewaschen

Zweifelhafte Herkunft der Gelder nicht überprüft

Es dauerte nicht lange, bis die größte Bank Deutschlands nach dem milliardenschweren Vergleich mit den US-Behörden wieder ins Zwielicht zweifelhafter Geschäftstätigkeiten geriet. Nach dem vermeintlichen Abschluss des Libor-Skandals folgt ein fließender Übergang zur Geldwäsche in der Zweigstelle in Moskau.

Die Deutsche Bank selbst soll auf die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugegangenen sein, um diese über mögliche Geldwäschefälle in der Moskauer Zweigstelle zu informieren. Bankmitarbeiter sollen für russische Kunden Gelder in einem erheblichen Ausmaß gewaschen haben, so die dem manager-magazin.de (Mittwoch) vorliegenden Informationen.

Die „Reinwaschung“ von Geldern soll demnach über den Derivate-Handel gelaufen sein. Zuerst kaufte das Kreditinstitut die Papiere im freien Handel „over the counter (OTC)“ und schob diese nach nur wenigen Sekunden wieder über den Londoner OTC-Markt weiter. Das über den Derivate-Handel gewaschene Kapital soll einen dreistelligen Millionenbetrag erreicht haben.

Der OTC-Handel (eigentlich „Handel unterm Tisch“) an sich stellte nicht das eigentliche Problem dar. Dem Handel „over the counter“ fällt ohnehin das mit Abstand größere Handelsvolumen als an den überwachten Handelsbörsen zu. Die Deutsche Bank in Moskau versäumte offenbar, die Herkunft des Geldes der zweifelhaften Kunden zu überprüfen. Andernfalls hätte es „eigentlich“ nicht zu einem solchen Geschäft kommen dürfen.





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