In Gold anlegen! „Mit freundlicher Empfehlung der Bundesbank“

Gold statt Papiergeld-


Die Entwicklungen zum Dollarkurs und die gewagten Interventionen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) könnten Anzeichen für einen äußerst „heißen Herbst“ werden. Sogar ein weiterer „Crash-Monat Oktober“ wäre durchaus möglich. Die Befürchtungen werden aber von einer klaren Aussage vom Bundesbank-Chef Jens Weidmann in den Schatten gestellt. Er empfiehlt die Anlage in Gold und sieht darin eine sichere Alternative zur Papierwährung.

„Anlageempfehlung in Gold“ von der Bundesbank „höchstpersönlich“

Gold statt Geld
Besser Gold statt Papiergeld

Es schein sich nun auch bis zur Bundesbank herumgesprochen zu haben, dass das gelbe Edelmetall Gold doch ein sehr adäquates Austauschmittel gegen Papiergeld sein kann und darüber hinaus bessere Zukunftsperspektiven aufweist.

Der Bundesbankpräsident Jens Weidmann wird in der Wirtschaftswoche (WiWo) (Freitag) zitiert, wie er in einer Rede, unter dem Titel „Money Creation und Responsibility“, das Edelmetall Gold als einen „zeitlosen Klassiker in seiner Funktion als Tausch-, Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel“ bezeichnete. Darüber hinaus sieht Weidmann Gold „als gutes Geld“ an.

Aus dem Blickwinkel einer „klassischen Bundesbank“ betrachtet entspricht diese Aussage einem Getöse, das die „Trompeten von Jericho“ als gemütliches Waldspaziergangs-Pfeifen ertönen lässt. Die gemeine Öffentlichkeit legt diesem Paukenschlag kaum ein größeres Gewicht bei, aber in der Finanzwelt können ganze Mauern eingerissen und Felder geebnet werden.

Das Magazin WiWo mutmaßt, dass die Bundesbank ggfs. an „ihrer eigenen Legende arbeitete“, für eine Zeit nach dem Euro. Mit der Abkehr von der Gemeinschaftswährung Euro würde der Bundesbank ein neues Hauptaufgabengebiet zufallen, den Aufbau der neuen/alten nationalen Währung.

Unübersehbare Tatsachen lassen sich schwer leugnen

Eigentlich mutet es seltsam an, dass erst das ausgesprochene Wort zu einem „offiziellem Tabu-Bruch“ geführt wird, während die beständigen Handlungen zuvor als unbedeutende Vorgänge ohne jegliche Bedeutung kaum Erwähnung fanden.

Die Notenbanken der Welt sehen bereits seit Monaten zu, wie sie ihre Goldbestände auffüllen. Die massiven Goldkäufe der großen Zentralbanken der Welt konnten mehr oder weniger etwas „verdeckt“ ablaufen, da die Goldpreisentwicklung bis einschließlich August keine besonderen Anzeichen dafür hergab. Über einen langen Zeitraum kreiste der Goldpreis um die 1.600 Dollar herum, obwohl die Notenbanken offenbar ihre „Gold-Saugerrohre“ mit Volllast in die Märkte hielten.

Nun kann das „große Versteckspiel“ offensichtlich nicht mehr fortgesetzt werden. Die Zügel vom Zugpferd sind scheinbar aus den Händen geglitten und der Goldkurs macht sich auf seinen „natürlichen“ Weg nach oben. Dem Goldpreisanstieg weiterhin Einhalt zu gebieten, dürfte schlicht unmöglich geworden sein.

Die Finanzmärkte haben ihre Reserven an „Geduld“ aufgebraucht und das erneute Zögern vom EZB-Chef Mario Draghi, Anleihekäufe von Krisenstaaten anzukurbeln, verspielt eine gehörige Portion an Vertrauen. Den Investoren und Anlegern interessieren die Gründe nicht oder wer auf der Strecke bleiben könnte, sondern sie wollen nur Profit sehen, sonst nichts weiter.

Dem Goldpreis gegenüber steht natürlich das gesetzliche Zahlungsmittel der Länder in jeweiliger Form eines bedruckten Papiers. In wie weit der virtuelle Warenkorb für die regelmäßige Ermittlung der Teuerungsrate der Realität entspricht, ist sehr umstritten, dennoch sind Teuerungsrate und die (reine) Inflation zweierlei paar Stiefel. Die Goldpreisentwicklung dürfte neben den Antrieben durch Verknappung und erhöhter Nachfrage einen erheblichen Anteil des Kaufkraftverlustes der Währungen widerspiegeln.

Was würde „leugnen“ noch nützen?
Was bleibt einem Jens Weidmann anderes übrig, als den Finger dorthin zu zeigen, was ohnehin nicht mehr versteckt gehalten werden kann? Der Goldpreis steigt an, unübersehbar für jeden Anlage- und „Selbsterhalts-“ Interessierten. Den Ratschlag in Gold anzulegen, trägt u.a. dazu bei, seine eigene Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel zu setzen.

Bezüglich der Inflation haben sich zu den „pfeifenden Dach-Spatzen“ sogar die „Wölfe“ der Investment-Märkte gesellt und sind der einhelligen Meinung, dass es mit der Kaufkraftentwicklung alles andere als entspannend aussehen wird. Die ansteigende Inflation wird kommen, darin sind sich immer mehr Ökonomen und auch Banker einig. Mit dem Bundesbankchef hat sich sogar die ehemalige Institution der Währungsstabilität und dienendes Vorbild der EZB dazu gesellt.

  Goldanbieter

Bild: Erich Werner / pixelio.de

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