Importpreise im Mai 2023 deutlich gefallen – Unsichtbar

Konjunktur –


Die Importpreise sind im Mai 2023 deutlich zurückgegangen. Um mehr als ein Drittel sanken die Preise für importierte Energie. Konsumenten erhalten trotz den deutlichen Preisrückgängen jedoch weitere Preisaufschläge.

Importpreise runter – Konsumentenpreise hoch

Import

  Konsumenten werden mehr oder weniger über den Tisch gezogen

Eigentlich sollten die Preise für eine ganze Reihe von Produkten nach einer längeren Phase der Verteuerungen wieder in den Rückwärtsgang schalten. Dies suggerierten zumindest die im Mai 2023 deutlich gefallenen Importpreise. Doch von derlei Veränderungen können die Konsumenten jedoch nichts beobachten. Im Juni 2023 zog die Inflation sogar wieder etwas an und landete auf 6,4 Prozent.

Importpreise deutlich rückläufig

Immerhin lagen die Importpreise im Mai 2023 im Schnitt um 9,1 Prozent niedriger als im Mai 2022, so Destatis. Diese sprechen vom stärksten Preisrückgang gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr seit September 2009. Damals rutschten die Importpreise aufgrund der „Finanzmarktkrise“ um -11,4 Prozent ab. Dieses mal ist es jedoch keine Krise an den Märkten der virtuellen Werte sondern der sehr „hilfreiche“ Basiseffekt und dieser basiere auf einem hohen Preisniveau im vergangenen Jahr aufgrund des Angriffskrieges Russland gegen die Ukraine.
Bereits im April 2023 lagen die Preise um 7 Prozent unter denen vom April 2022 und im März 2023 um 3,8 Prozent. Doch von ebenso deutlich gefallenen Konsumentenpreise ist jedoch überhaupt nichts in Sicht.

Energiepreise rasant gesunken

Ein möglicher Grund für die „Unsichtbarkeit“ der gefallenen Importpreise könnte die Konzentration auf die Energiepreise sein. Die Energieimporte lagen im Mai 20223 um 37,6 Prozent niedriger als im Mai 2022. Dabei nahm Erdgas den größten Einfluss. Das importierte Gas kostete im Mai 2023 um 39,7 Prozent weniger als im Mai 2022. Allerdings ist auch dieser Rückgang der Gaspreise um mehr als ein Drittel nicht bei den Haushalten angekommen.

Der importierte Strom kostete im Mai 2023 um 53,9 Prozent weniger, Steinkohle war um 53,2 Prozent günstiger und Mineralölerzeugnisse kosteten um 35,9 Prozent weniger. Für Erdöl rutschte der Preis um 31,4 Prozent abwärts.
Dennoch wären die Importpreise im Mai 2023 auch ohne Einberechnung der Energiepreise um 1,7 Prozent niedriger als im Mai 2022.

Landwirtschaftliche Produkte günstiger geworden

Während die Preise für Lebensmittel im Juni 2023 um über 13 Prozent nach oben schnellten, gingen zumindest die Preise der importierten landwirtschaftlichen Produkte im Mai um 2,1 Prozent gegenüber Mai 2022 zurück. Gegenüber dem April 2023 lagen die Preise lt. Destatis um 2,0 Prozent niedriger. Besonders deutlich sanken die Importpreise für Naturkautschuk (-25,0 %), Getreide (-24,2 %) und Rohkaffee (-15,0 %). Deutlich aufwärts ging es dagegen mit den Preise für Eier (29,9 %) und Schweine (57,5 %).

So wie auch im vergangenen Jahr die Hersteller von Nahrungsmittel und Energie bereits historische Rekordgewinne einfuhren, dürfte sich dies Angesichts der auseinander driftenden Schere zwischen Großhandelspreise und Konsumentenpreise unverblümt fortsetzen.

Kosten & Leistungen Rechtsschutzversicherung berechnen

Jetzt den kostenlosen Vergleichsservice nutzen:

Gesetzbücher

  • Umfangreiche Unterstützung im Rechtsstreit
  • Rechtsschutz für die gesamte Familie
  • Inklusive übersichtlichem Leistungsvergleich
  • Rechtsschutz kostenlos vergleichen und beantragen

Rechtsschutzbereich wählen, ein paar Daten, fertig. Online-Tarifvergleich.

Jetzt vergleichen!

970x250