Immer weniger Menschen können sich Essen leisten

Nahrungsmittelversorgung –


Die Ernährungslage in der EU ist weitaus schlechter als es sich oft darstellt. Die Versorgung ist weiträumig noch sichergestellt, aber immer weniger Menschen können sich eine adäquate Ernährung leisten.

Ernährungsmangel innerhalb der EU

Gesundessen

Über 80 Millionen Menschen in der EU können sich kein regelmäßiges Essen leisten

Die Ernährung ist ein Grundbedarf und niemals ein Privileg. Doch trotz dieser (noch) zugestandenen Selbstverständlichkeit sind selbst in der wohlhabenden Europäischen Union (EU) längst nicht alle Menschen in der Lage, mindestens täglich, geschweige nach gängigen Ernährungsempfehlungen eine adäquate Mahlzeit zu sich zu nehmen. Im Jahr 2022 waren es dennoch 8,3 Prozent aller EU-Bewohner, die auf dieses Grundbedürfnis mangels finanzieller Mittel verzichten mussten. Dieser Anteil war an einem jeden zweiten Tag nicht in der Lage, sich ein Essen mit Fisch, Fleisch oder gleichwertigen pflanzlichen Zutaten zuzubereiten. Es fehlte an Geld.

Ernährungsarmut wird größer

Der Anteil dieser mit Mangel behafteten EU-Bewohner stieg zudem auch noch binnen eines Jahres um 1 Prozentpunkt an (2021: 7,3 %), so die EU-Statistikeinrichtung Eurostat. Dabei zählen die betroffenen Menschen offiziell noch gar nicht zu den sog. armutsgefährdeten Menschen. Denn bei Hinzunahme dieser Armutsgruppe lag der Anteil der unter Ernährungsmangel leidenden Menschen in der EU bei 19,7 Prozent im Jahr 2022. Ein Anstieg um 2,2 Punkte gegenüber dem Vorjahr 2021 (17,5 %).

Innerhalb EU enorme Unterschiede

Die Unterschiede zwischen der armutsgefährdeten Menschen, die sich keine akkurate Ernährung leisten können, sind innerhalb der Ländergemeinschaft enorm. Im Jahr 2022 wiesen die Länder Zypern (5,6 %), Luxemburg (5,1 %) und Irland (5,0 %) den geringsten Anteil der betroffenen Menschen auf. Die höchsten Anteile wiesen gemäß Eurostat die Mitgliedsländer Slowakei (40,5 %), Rumänien (43,0 %) und Bulgarien (44,6 %) auf. Im Bundesgebiet, eines der reichsten Länder dieses Planeten, liegt dier Anteil der „Armutsgefährdeten“, die sich kein regelmäßiges und adäquates Essen leisten können, bei fast 25 Prozent und somit ein Viertel(!)

Armutsanteile EU

EU-Maßnahmen ohne Wirkung

Eurostat hebt hervor, dass die EU im Rahmen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) das Ziel verfolge, dass sich die Menschen eine angemessene Mahlzeit leisten können. Ein weiteres Projekt sei „Kein Hunger“ (SDG 2). Dieses ziele darauf ab, sämtliche Formen der Unterernährung zu beseitigen und gleichzeitig den Menschen den Zugang zu „sicheren, nahrhaften und ausreichenden Nahrungsmitteln zu gewährleisten“.

Diese EU-Projekte stellen lediglich einen gezeigten „Guten Wille“ dar, mehr aber auch nicht. Die Zahlen sprechen gegen den Erfolg dieser kostenträchtigen EU-Einrichtung. Hinzu kommen die rasant steigenden Preise bei den Lebensmittel. Die Preise für Nahrung sind in den vergangenen Monaten stärker gestiegen als ein jegliche andere Warengruppe des virtuellen Warenkorbes dieser EU-Statistiker.

Bei rund 450 Millionen EU-Bewohnern sind demnach knapp 88 Millionen Menschen von Armut und Ernährungsmangel betroffen. Eine Zahl, die die Einwohnerzahl der Bundesrepublik übersteigt.

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