Immer mehr Ökonomen warnen vor massiver Euro Inflation

Inflationsentwicklung Euro-


Die nächsten eindringlichen Warnungen vor einer drohenden Inflation kommen vom ehemaligen Chef-Volkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, sowie dem Deutschland-Chef der Pimco, Andrew Bosomworth. Der Kaufkraftverlust des Euros kann in Deutschland dramatische Ausmaße erreichen.

Zu viele Gründe um keine steigende Inflation auszulösen

Inflationsgefahr
Steigende Inflationsgefahren

Die Hinweise auf eine bedrohlich ansteigende Inflation mehren sich. Thorsten Polleit, Degussa-Chefökonom, erklärte erst gestern der Wirtschaftswoche, dass er sogar zweistellige Preissteigerungen befürchtete. Begleitet von weiteren pessimistischen Ausblicken von Stefan Bielmeier, Chef-Volkswirt der DZ Bank, der den Kaufkraftverlust zwar nicht derart hoch einschätzt, aber immerhin von einer Steigerung auf mindestens drei Prozent ausgeht.

Inzwischen sieht auch der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Meyer, die Folgen der Politik, vor die er bereits gewarnt hatte, spürbar werden. Amerika und Europa bekämpften ihre Schulden- und Wachstumskrise anhand einer sehr lockeren Geldpolitik und dies strahle auf große Schwellenländer wie China aus, erklärte Mayer dem SPIEGEL und fügte hinzu, „dort sind die Zinsen zu niedrig, dort überhitzt die Wirtschaft als Erstes“.

Die Gefahr der Geldentwertung werde auch in Deutschland wachsen, befürchtet Mayer. Die Debatte um die Inflation würde extrem „verkürzt geführt“ werden. Der ehem. Chef-Ökonom bemängelt, dass der Verbraucherpreisindex große Anschaffungen wie Immobilien nicht abbildete. „Die tatsächliche Kaufkraft der Verbraucher sinke stetig“, erklärte Mayer.

Staatsanleihen stecken in einer Spekulationsblase
Der Ökonom sieht bei deutschen und amerikanischen Staatsanleihen eine Spekulationsblase. Letztendlich würden niedrige Zinsen die Ersparnisse der Bürger angreifen. Streng regulierte Produkte wie Lebensversicherungen würden den Käufer in Anleihen zwingen, wo das Niedrigzins-Niveau voll zum Tragen käme. Mayer ist sich sicher, dass „wenn die Leute täglich in der ‚Tagesschau‘ sehen könnten, wie durch die Niedrigzinsen ihr Erspartes an Wert verliert, wären sie entsetzt.“

Im gleichen Beitrag von SPIEGEL warnt auch der Deutschland-Chef von Pimco, Andrew Bosomworth, vor einer drohenden Geldentwertung und hält die Angst vieler Deutschen für berechtigt. Scharfe Kritik richtet Bosomworth gegen die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), „heute macht sich die Fed mehr und mehr zum Knecht der Fiskalpolitik.“

Zwischen der Finanz- und Realwirtschaft werde ein gefährlicher Keil getrieben, da die Geldpolitik die Preise von Finanzinstrumenten stärker treibe als Wachstum und Beschäftigung, erläuterte der Chef von Pimco Deutschland.

Offenbar ist die Inflationsgefahr noch zu abstrakt

Was muss noch geschehen, bis der Sparer unmissverständlich versteht, wie es um sein Erspartes bestellt ist? Der Bundesbankchef Jens Weidmann hat erst eine „indirekte Kaufempfehlung“ für Gold ausgesprochen, der Chef des Münchener ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, würde „jede Wette eingehen„, dass Griechenland wider dem „Rudern“ der Bundesregierung aus der Euro-Zone austreten wird (Grexit) und nun positionieren sich wiederholt zwei renommierte Wirtschaftsexperten ein, die eine dramatisch ansteigende Inflation für eine reine Frage der Zeit erklären.

Gebetsmühlenartig könnte man die zahlreichen Hinweise aus den verschiedensten Finanzmarkt-Bereichen bereits nennen. Pimco wies bereits auf Inflationsgefahren hin und dass sich die Sparer auf „herbe Rückschläge“ einstellen müssen.

Zu viele Instrumente stehen der Politik zur Verfügung, um die Tatsachen in Samt & Seide zu verpacken und das Etikett nach Belieben gestalten zu können. Vermutlich wird es wie so oft für die meisten erst ein Aufwachen geben, nachdem es bereits zu spät ist.

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