IMK stockt Deutschlands Konjunktur-Prognose 2014 um 0,4 Prozentpunkte auf

Konjunktur 2014 / 2015-


Das IMK legte zu den Konjunkturprognosen für Deutschlands Wachstum im Jahr 2014 etwas drauf. Die Aussichten sind seit dem letzten Quartal im vergangenen Jahr offenbar aufgehellt. Dennoch lauerten deutlich sichtbare Risiken, die eine deutliche Eintrübung der Konjunktur zur Folge hätten.

Konjunktur

Die Aussichten für Deutschlands Wirtschaft sind relativ „rosig“, sofern sich nichts ändert

IMK schätzt ein Konjunktur-Plus um 1,6 Prozent ein

Deutschlands Wirtschaft wird am Ende des Jahres 2014 um 1,6 Prozent gewachsen sein und im Jahr 2015 sei ein Konjunktur-Plus von 2,4 Prozent zu erwarten. So lauten die jüngst vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) aufgestellten Prognosen. Gegenüber den im vergangenen Dezember aufgestellten Aussichten legte das IMK zu den Wachstumserwartungen für 2014 0,4 Prozentpunkte drauf.

„Wie üblich“ gelten diese Werte ausschließlich nur aus der Sicht der gegenwärtigen Zustände. „Es darf sich nichts ändern“, sonst müssten die Prognosen entsprechend revidiert werden. So sieht auch das IMK zu diverse Risiken, die jegliche Prognosen über den Haufen werfen könnten. Dazu zählte eine eintretende Deflation, die Aufwertung des Euros sowie die Entwicklungen um die Halbinsel Krim. Sollten die Energiepreise als Folge der Krim-Krise nach oben klettern, der Handel zwischen Europa und Russland eingestellt werden und es darauf hin zu „Turbulenzen“ in den Finanzmärkten kommen, so „wäre mit einem spürbaren Eintrüben der Konjunktur zu rechnen“, so das Institut. Eine seriöse Kalkulation sei in den Gesichtspunkten der Wahrscheinlichkeit einer Zuspitzung der Lage sowie die „quantitativen Konsequenzen“ jedoch nicht möglich.

Weitere ernste Risiken stellten eine Deflation im Euroraum sowie eine deutliche Aufwertung des Euros dar. Beide Faktoren seien mögliche Resultate aus dem derzeit gehaltenen Austeritätskurs der Europäischen Union. „Diese verfehlte Politik werde zwar gelockert“, aber die hohe Arbeitslosenquote, das „bestenfalls geringe Wachstum“ in zahlreichen Krisenländern, eine auf lange Sicht schwache Lohnentwicklung sowie hohe Realzinsen förderten die deflationären Tendenzen.

IMK empfiehlt den Ankauf von Staatsanleihen der Krisenländer

Die Forscher vom IMK sehen im gezielten Ankauf von Staatsanleihen innerhalb des Eurosystems einen Weg, um den Risiken entgegenzuwirken. Neben den Anleihen von Ländern sollten demnach auch die Papiere von kleinen und mittelständischen Unternehmen berücksichtigt werden. Das verbesserte deren Bedingungen für die Finanzierungen. Zusätzliche müssten die öffentlichen Investitionen in den „wirtschaftlich stärkeren Euro-Ländern“ erhöht werden. Das gelte ganz besonders für Deutschland.

Steigendes Realeinkommen für Arbeitnehmer im Jahr 2014

Das IMK geht für 2014 von einem um durchschnittlich 1,6 Prozent gestiegenem Realeinkommen aus. Die Teuerungsrate wird lt. dem Institut in den Jahren 2014 und 2015 bei 1,4 bzw. bei 1,5 Prozent liegen. Die öffentliche Hand werde vom Aufschwung ebenfalls profitieren und das Staats-Budget im Jahr 2014 ausgleichen können. Das IMK geht für 2015 von einem Überschuss von 0,3 des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus.

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