IMK sieht bis März 2017 kaum Rezessionsgefahr

Konjunktur-


Die deutsche Wirtschaft braucht sich zumindest in den ersten drei Monaten des Jahres 2017 keine Sorgen über eine mögliche Rezessionsgefahr zu bereiten. Der IMK-Konjunkturindikator schrumpfte für das 1. Quartal auf 3,6 Prozent zusammen.

Konjunktur bleibt im 1. Quartal 2017 in Schwung

Ampelsystem
Von Rezession ist fast nichts in Sicht

Derzeit zerbrechen sich die Führungsetagen der deutschen Unternehmen wohl über alle möglichen auf sie zukommenden Risiken den Kopf, aber vor einer Rezession brachen sie sich nicht zu fürchten. Zumindest begründete dies der aktuelle Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Der IMK-Indikator hat sich für den eingeschätzten Zeitraum Januar bis Ende März 2017 der Null genähert und beträgt gerade mal 3,6 Prozent. Im Dezember lag der Wert um 0,4 Prozentpunkte höher.

Damit ist von einer Rezessionsgefahr weit und breit nichts in Sicht. Das IMK-Ampelsystem fängt erst bei einer Wahrscheinlichkeit ab 30 Prozent von Grün auf Gelb zu wechseln.

Die „Signale von den Finanzmärkten“ sorgen für die günstigen Konjunkturaussichten, so IMK-Außenhandelsexpertin Dr. Sabine Stephan. Die Differenz zwischen den Zinsen von Staatsanleihen zu denen von Unternehmensanleihen habe sich seit Monaten permanent verringert. Für die Unternehmen deutete dies auf verbesserte Finanzierungsbedingungen hin. Außerdem wirkte die zum letzten Jahresende eingesetzte Kursrally im Deutschen Aktienindex DAX positiv auf den Indikatorwert ein.

Das IMK geht für die deutsche Wirtschaft von einem moderaten Aufschwung in den kommenden Monaten aus und die aktuellen Indikatorwerte unterstützten diese Prognose. Derzeit geht das Institut von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um durchschnittlich 1,2 Prozent im Jahr 2017 aus. Dieser Wert liegt zwar unter dem in 2016 erzielten Wachstum, aber dies hänge mit der größeren Zahl der auf einen Wochentag fallenden Feiertagen zusammen.


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