IMK schraubt Konjunktur-Prognose 2016 nach unten

Konjunktur-


Ein weiteres Institut schraubt die Prognose für das erwartete BIP-Wachstum in der Bundesrepublik nach unten. Das IMK rechnet jetzt mit 1,5 Prozent Wachstum im Jahr 2016. Dafür wirke aber die große Zuwanderung wie ein „Konjunkturprogramm“.

Trotz Korrektur nach unten läuft alles „prima“

Kristallkugel
IMK schraubt Wachstumserwartungen runter

Rückschritte in der Prognose, aber scheinbaren Schritt nach vorne im Optimismus. Das Institut für Makroökonomie und Konjukturforschung (IMK) der Hans-Böckler Stiftung schraubt die Erwartung an das Wachstum des deutschen BIP im Jahr 2016 um 0,2 Prozentpunkte zurück, sieht aber keinen Anlass, um in „Depressionen“ zu fallen. Im Gegenteil. Mit dem Blick auf die Binnenwirtschaft und den zu erwartenden höheren Steuereinnahmen gebe es Gründe für einen optimistischen Blick nach vorne.

Das IMK schätzt das Wachstum der deutschen Wirtschaft nun um 1,5 Prozent im Jahr 2016 ein. Die Korrektur nach unten sei ein Resultat des „rauer“ gewordenen Weltwirtschaftsklimas. Europa habe dazu die eigenen Krisen noch nicht bewältigt.

Die Exporte werden voraussichtlich im kommenden Jahr wieder zunehmen. Währenddessen sorge die Binnennachfrage für eine stabile Aufwärtsentwicklung.

Die Arbeitslosigkeit werde im Jahr 2016 trotz der starken Zuwanderung noch einmal leicht sinken. Im kommenden Jahr rechnet das IMK mit rund 160.000 Arbeitslosen mehr, jedoch mit einem „wachsenden Arbeitsangebots bei weiter kräftig steigender Beschäftigung“.

„Die Inlandsnachfrage wird getragen durch Lohnsteigerungen, die unter Wahrung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit die Kaufkraft der Beschäftigten steigen lassen, was den privaten Konsum und letztlich auch die Beschäftigung antreibt“, so das Institut. Der Expansionskreislauf trage sich inzwischen selbst.

Profitieren werden vor allem der Bund und die Sozialkassen. Der auf die hohe Binnennachfrage basierende Aufschwung führe zu erhöhten Einnahmen.

In diesem und im nächsten Jahr wird der Bund 14 bzw. 13,4 Milliarden Euro zur Integration und Unterstützung der Zuwanderer aufwenden. Das IMK rechnet mit einer „steigenden Selbstfinanzierungsquote der Flüchtlingshilfe“, da die Ausgaben für die Migranten wie ein „Konjunkturprogramm“ wirke, das für ein höheres BIP-Wachstum und auch höhere Steuern sorge.


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