IMK schlägt Alarm: Rezessionsgefahr auf über 30% gestiegen

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Im kommenden Oktober steigt die Rezessionsgefahr in Deutschland auf mehr als 30 Prozent.
Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung schaltet für die Prognosen zur deutschen Wirtschaft auf den „Modus Unsicherheit“ um.

Für November geringere Rezessionswahrscheinlichkeit in Sicht

Rezessesionsgefahren
Wachstum sieht anders aus

Im vergangenen Monat sei die Wahrscheinlichkeit deutlich angestiegen, dass Deutschlands Wirtschaft in der nächsten Zeit in eine Rezession hinein schlittern wird. Erstmalig stieg der Indikator in diesem Jahr zeitweise auf über 30 Prozent, so das Ergebnis vom IMK.

Das Institut schaltet das Signal vom Ampel-System des IMK-Frühwarninstruments von grün auf gelb um. Dr. Sabine Stephan, Forscherin beim IMK, erklärte, „der Indikator klettert auf die mittlere Warnstufe. Das heißt: Unmittelbar scheint in Deutschland zwar keine Rezession zu drohen. Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist aber kontinuierlich gewachsen“.

Grundlage für die derzeitige Vorhersage sei der Datenbestand von Anfang September. Im laufenden Monat wäre zwar ein leichter Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit von 22,8 auf 18,8 Prozent festzustellen, aber von Bedeutung sei der nachgefolgte „markante Ausschlag nach oben“.

Das Rezessionsrisiko ist im Oktober von 17,5 auf 32,6 Prozent gestiegen, stellt das Institut fest. Von einer Wahrscheinlichkeit von 15,2 Prozent geht IMK für den folgenden November aus. Nach dem Ampel-System ist der September und November mit einer geringen Rezessionswahrscheinlichkeit als grün (weniger als 30%) und der Oktober mit dem Unsicherheits-Indikator gelb zu versehen.

Angelehnt an den ifo-Indikator, der bereits seit Mai 2012 rückläufig ist, geht der IMK von einer verschlechterten Stimmung in der deutschen Wirtschaft aus. Wenig Einfluss hätten lt. Analyse-Ergebnisse auch die konjunkturstabilisierenden Faktoren wie ein niedriges Zins-Niveau. Im Augenblick dominierten im Datenumfeld die Stimmungsindikatoren, während die Rezessionswahrscheinlichkeit in den vergangenen Monaten noch von der Entwicklung des EURIBOR merklich abgedämpft wurde.

Bild: Peter Kirchhoff / pixelio.de

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