Im März 2016 0,3% Inflation – Energiepreise runter – Lebensmittel rauf

Konjunktur-


Im März 2016 stiegen die Preise in der Bundesrepublik im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent an. Ein nach wie vor sehr niedrig anmutender Wert, allerdings nur so lange wie die Energiepreise mit eingerechnet sind.

Preissteigerungen

Mit Blick auf die Inflation fährt di EZB ihr Billiggeld-Programm stur weiter

Die Preise für „lebenserhaltende“ Produkte stiegen deutlich an

Nach +0,5 im Januar und einer glatten Null im Februar, folgt eine Inflation (gemessen am Verbraucherpreisindex) von +0,3 Prozent im März 2016.

Für die Europäische Zentralbank (EZB) ein noch viel zu niedriger Stand. 1,9 Prozent gelten als ein für die Wirtschaft „gesunder“ Wert und darüber hinaus bezeichnet die Notenbank den Kaufkraftverlust von knapp 2 Prozent als „stabile“ Preise.

Wer mit Erdgas oder Öl heizt und dazu noch oft mit dem Kraftfahrzeug unterwegs ist, dürfte die niedrigen Energiepreise hautnah miterlebt haben. Ein Preisvorteil, der allerdings an anderen Stellen wieder verloren ging. Im März 2016 lagen die Energiepreise im Schnitt um 8,9 Prozent unter dem Niveau vor einem Jahr. Wer sich als Konsument jedoch von Lebensmittel statt von fossilen Brennstoffen ernähren will, musste dagegen 1,3 Prozent mehr bezahlen. Der Anspruch von Dienstleistungen kostete im März im Schnitt 1,6 Prozent mehr.

Deflationäre Entwicklungen waren in den letzten Monaten allenfalls im Energiesektor zu beobachten. Die Preise für Mieten stiegen dagegen in „stabiler Schräglage“ weiter an. Die Immobilienpreise drohen inzwischen Blasen auszubilden. Die Preise für Lebensmittel stiegen je nach Kategorie sogar im zweistelligen Bereich an.

Für die EZB sind das alles jedoch keine Indikatoren, dass die „Gefahr einer Deflation“ gebannt sein könnte. Es kommt auf den Gesamt-Index an. Da spielt es überhaupt keine Rolle, dass die Ölpreise aufgrund des globalen Streits um die Vorherrschaft sowie dem Druckaufbau auf die russische Wirtschaft in den Keller gedrückt wurden, anstatt von echten Marktvorgaben. Die Notenbank senkte im März den Leitzins auf 0%, den Banken- Einlagezins auf -0,4% ab und erhöhte das Anleihekauf-Volumen von vormals 60 Mrd. Euro auf 80 Mrd. Euro pro Monat.

Bisherige Entwicklung der Inflationsrate


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