ifo stellt Winterprognose 2018 für Konjunktur 2019 und 2020 auf

Konjunktur –


Der deutsche Wirtschaftsmotor werde lt. ifo Institut im kommenden Jahr 2019 zwar ausgebremst, aber von einem Stillstand oder gar Rückwärtsgang könne keine Rede sein. Abkühlung ja, Rezession nein.

Fahrzeughersteller

Deutscher Wirtschaftsmotor wird noch wegen Autoindustrie schleppend laufen

Dämpfer der Fahrzeughersteller wird bis ins Jahr 2019 nachwirken

Vorerst Entwarnung für alle „Dunkelschwarz-Seher“ auf die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr. Das Münchner ifo Institut erwartet zwar einen ausgebremsten Konjunkturmotor, aber noch längst keine Rezession. Nach aktueller Einschätzung „Winterprognose 2018“ gehen die ifo-Ökonomen von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent im Jahr 2018 und ein Plus um 1,1 Prozent im Jahr 2019 aus. Im darauffolgenden Jahr dürfte der Konjunkturmotor zum Ende um 1,6 Prozent schneller drehen.

In der vorangegangenen Schätzung im Herbst 2018 rechnete ifo noch mit einem Wirtschaftsplus von 1,9 Prozent für 2018 und 2019. Vorsorglich korrigierten die Wirtschaftsexperten auch ihren Weitblick auf 2010 um 0,1 Prozentpunkte nach unten. Der Dämpfer aus der Ecke Fahrzeughersteller wird demnach noch länger anhalten. „Die durch die Auto-Industrie ausgelöste Schwächeperiode zieht sich noch bis 2019 hin“, so Timo Wollmershäuser, ifo-Konjunkturchef. Hinzu kämen noch zahlreiche Unsicherheiten bezüglich der globalen Konjunktur. Im Vordergrund stehen dabei Großbritanniens Pläne für den EU-Ausstieg (Brexit).

Prognose Arbeitsmarkt

Mit der abkühlenden Konjunktur werde auch der Anstieg der Beschäftigtenzahl ausgebremst. ifo erwartet eine Zunahme der Erwerbstätigenanzahl im Jahr von 44,8 Millionen in diesem Jahr auf 45,2 Millionen in 2019 und 45,5 Millionen Menschen in 2020. Gleichzeitig werde die Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent im Jahr 2018 auf 4,9 Prozent in 2019 und 4,7 Prozent in 2020 zurückgehen.

Prognose Inflationsrate & Haushaltsüberschuss

Die jährliche Inflationsrate werde für das Jahr 2018 bei 1,9 Prozent, im kommenden Jahr bei 2,2 Prozent und im Jahr 2020 bei 1,8 Prozent liegen. Für die Haushalte Bund, Länder und Kommunen werde der diesjährige Überschuss von 53,8 Milliarden Euro auf 32,5 Milliarden Euro in 2019 und 26,8 Milliarden Euro in 2020 abschmelzen.

Etwas geringer wird lt. ifo auch der Handelsbilanzüberschuss ausfallen. In diesem Jahr wird die Leistungsbilanz der Wirtschaftsleistung bei 7,4 Prozent (251,4 Mrd. Euro) liegen, im Jahr 2020 bei 6,8 Prozent (247,7 Mrd. Euro).


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