ifo-Institut: Wirtschaftsaufschwung wird längere Pause einlegen

Konjunktur Deutschland-


Deutschlands Wirtschaftsaufschwung wird eine längere Pause einlegen. Das Münchner ifo-Institut blickt aufgrund des Ukraine-Konflikts und den über Russland verhängten Wirtschaftssanktionen auf eine ausgebremste Konjunktur.

Prognosen

Sanktionen gegen Russland bremsen die Konjunktur aus. Rotstift für bisherigen Prognosen notwendig.

„Ein Katastrophenjahr 2008 wird es nicht geben“

Die Institute erhielten zu ihren Prognosen zum Wirtschaftswachstum in Deutschland nun einen handfesten Grund für die Korrekturen der letzten Vorhersagen. Die von der EU und von den USA über Russland verhängten Sanktionen bleiben nicht ohne Folgen für die deutsche Konjunktur. Der Rotstift muss angesetzt werden.

So sieht nun auch das Münchner ifo-institut auf das deutsche Wirtschaftswachstum eine glatte Null zukommen. Der Präsident des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, erklärte in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche, dass der im zweiten Halbjahr 2013 eingesetzte und bis zum Winter andauernde Aufschwung eine längere Pause einlegen werde. Die noch im vergangenen Monat aufgestellte Konjunkturprognose für Deutschland müsse „vermutlich nach unten revidiert werden“, so Sinn.

Die Krise habe den Konjunktur Aufschwung im zweiten Quartal 2014 gebremst. „Die Vermutung, dass das zweite Quartal 2014 gegenüber dem ersten ein Plus von 0,3 Prozent aufweist, ist nach heutigem Stand der Dinge wohl nicht mehr zu halten. Wahrscheinlicher ist ein Nullwachstum“, so der ifo-Chef. Das für das dritte Quartal 2014 vorhergesagte Wirtschaftswachstum von derzeit 0,4 Prozent müsse voraussichtlich nach unten korrigiert werden. Das beeinflusse auch deutlich die Jahresprognosen für 2014 und 2015.

Hans-Werner Sinn sieht jedoch nicht die Gefahr, dass Deutschland in eine Krise abrutschen werde. Unterstützung komme von der Binnenwirtschaft, die vom deutlichen Konsumzuwachs getragen werde. Der Dienstleistungssektor erwies sich als sehr stabil und der ifo-Indikator habe im Vergleich zu vorherigen Vergleichsperioden nur moderat nachgegeben. Die Lage sei mit dem „Katastrophenjahr 2008“ nicht vergleichbar.





Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.