ifo-Institut korrigiert Deutschlands Wachstum 2014 nach unten

Konjunktur-


Das Münchner ifo-Institut korrigierte die Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2014 auf 1,3 Prozent nach unten. Unter vorbehalt, da das Potenzial für eine noch schwächere Entwicklung der Wirtschaft groß sei. Darüber hinaus sei Deutschland in der Eurokrise eines der größten Gläubiger und somit Verlierer.

Eurokrise

Deutschlands Konjunktur verlangsamt sich bis Ende 2014. Weiterhin noch viel Luft nach unten

ifo-Institut rechnet bis Ende 2014 mit Stagnationen in der Wirtschaft

Die Konjunktur in Deutschland werde sich schwächer entwickeln als noch in der letzten Herbstprognose angenommen, so das Münchner ifo-Institut. Trotz aller noch bestehenden hohen Unsicherheitsfaktoren werde derzeit von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,3 Prozent für das Jahr 2014 ausgegangen.

Nach vorläufiger Schätzung sei der aktuellste Mittelwert der Prognose um ein weiteres Stück auf rund 1 Prozent abgesunken. Der erneut zurück gegangene ifo-Geschäftsklimaindex von Ende Oktober deute auf eine Stagnation zum Jahresabschluss hin, so ifo-Präsident Hans-Werner Sinn beim ifo Branchen-Dialog in der IHK Akademie am Mittwoch.

Bei dieser Gelegenheit richtete ifo-Chef Sinn erneut seine Kritik gegen die Europäische Zentralbank (EZB) und ihre Geldpolitik. Die derzeitige von der EZB praktizierte Niedrigzinspolitik und der umfangreiche Einsatz privater durch zinsverbilligte öffentliche Kapitalexporte während der Krise führe zu gewaltigen Umverteilungseffekten zwischen Schuldner- und Gläubigerländern, so der ifo-Präsident.

Deutschland sei das größte Gläubigerland in Europa und stehe daher auf der Verliererseite. In den ersten sechs Jahren nach dem Ausbruch der Krise habe Deutschland gegenüber den Ertragsraten der Vorkrisenzeit inzwischen 242 Mrd. Euro an Kapital- und Zinseinkünften verloren. Pro Jahr gingen somit 65 Mrd. Euro verloren. Dieses Ergebnis beruhe zum Teil auf die Gewinneinbrüche während der Krise, aber auch zum anderen Teil auf bewusste Entscheidungen in der Politik.

Im gleichen Zeitraum sei den sechs Krisenländern eine Zinsentlastung von mindestens 285 Mrd. Euro zugute gekommen, also ebenfalls rund 65 Mrd. Euro pro Jahr. Das entspräche ca. 3 Prozent ihrer Netto-Auslandsschulden.





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