ifo Institut korrigiert binnen 1 Monats Wachstumsprognose 2024

Konjunktur –


Das Münchner ifo Institut sah sich binnen eines Monats darin gezwungen, erneut eine Prognose für das Wirtschaftswachstum in 2024 aufzustellen. Die vorangegangene Schätzung war zu „instabil“.

„Anders als gedacht“

Wahrsagerin-Kristallkugel

 Institutionelles Glaskugellesen im akademischen Gewand

Es kam schon wieder anders als ursprünglich gedacht. Wieder einmal sind Ökonomen von einer nicht-statischen Umgebung völlig überrascht worden und sahen sich gezwungen, bisher aus den Glaskugeln gefischte Prognosen zu korrigieren. Das Münchner ifo Institut sah für das Jahr 2024 auf die deutsche Wirtschaft ein Wachstum um 0,9 Prozent zukommen. Dies erst vor rund einem Monat und noch zu einem Zeitpunkt vorangegangener Umstände. Leider waren auch diesmal die Parameter nicht zementiert, die Erde hat sich weiter gedreht und die Lage in der restlichen Welt außerhalb des Bundesgebietes blieb auch nicht regungslos.

Gesetzesbruch abgewendet

Die Wirtschaftsexperten haben es einfach nicht kommen sehen, dass der im Haushaltsausschuss vereinbarte Bundeshaushalt weitere 19 Milliarden Euro Einsparmaßnahmen vorsehen wird. Völlig vor dem Kopf geschlagen, setzten sich die ifo-Experten erneut zu Tisch, um ihre Kaffeesatz-Tabellen mit neuen Parametern zu füllen. Das Ergebnis mit dieser Ausgangslage sieht nun ein Wachstum um nur noch 0,7 Prozent für das Jahr 2024 vor. Die Gründe klingen plausibel. ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sieht die Unternehmen und Haushalte jetzt mehr belastet bzw. weniger entlastet als noch bei der letzten Sitzungsrunde.

Der alles ändernde neue Parameter stammt aus Karlsruhe. Das ifo Institut ging bei ihrer vorangegangenen Schätzungsrunde davon aus, dass die Bundesregierung mit ihren Plänen zur erweiterten Füllung des „Klima- und Transformationsfonds“ anhand nicht verwendeter Mittel zur „Bewältigung der Corona-Pandemie“ durchkommt und auch Bestand haben werde. Das Bundesverfassungsgericht hat trotz mehrmaligen freundschaftlicher Treffen zu Tisch mit Mitgliedern der Bundesregierung in diesem Vorhaben einen Gesetzesbruch erkannt. Der geplante Geldtransfer sei verfassungswidrig. Die Ökonomen mussten daraufhin ihre ausgelegten Tarotkarten wieder einsammeln.

„Völlige Unklarheit“

Doch auch an dieser Stelle fand ifo eine Erklärung. Demnach war es zum Zeitpunkt der vorangegangenen Erstellung der „ifo Konjunkturprognose“ im Dezember „völlig unklar“, in welchem Umfang Ausgaben gekürzt bzw. Abgaben erhöht werden. Daher ging das Institut davon aus, dass ohne Berücksichtigung der Haushaltslücke sämtliche bis zum „damaligen Zeitpunkt geplanten finanzpolitischen Maßnahmen umgesetzt werden“. Erforderliche zusätzliche „Konsolidierungsanstrengungen zum Schließen der Haushaltslücke“ seien absehbar gewesen und deren Auswirkungen wurden in einem „Risikoszenario“ geschätzt.

Damit basierte die vorangegangen ifo „Prognose“ auf einem Gesetzesbruch der Bundesregierung, völlig unklarem Umfang der Ausgabenkürzungen und Abgabenerhöhungen sowie den als erforderlich erkannten Anstrengungen mit einem offenen Ergebnis. Gelebte Wirtschaftsexpertise, aber die „0,7“ steht nun absolut sicher(?)

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