ifo: Deutsche Wirtschaft im Abschwung


Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Abschwung. Das Münchener ifo Institut sieht für 2019 insgesamt einen schwächeren Konjunkturanstieg als im vergangenen Jahr.

Abschwung

Deutsche Konkunktur befinde sich in 2019 im Abschwung

Konjunkturelle Delle nach schachem 2. Halbjahr 2018

Die Abschwächung der deutschen Wirtschaft wird nicht erst im Jahr 2019 eintreten, sondern sie fand bereits im Jahr 2018 statt. Preisbereinigt jedoch nahm die Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent zu, nach 2,2 Prozent im Jahr 2017, so das Resümee des Münchener ifo Instituts. Die Entwicklung war im Jahr 2018 zweigeteilt. Während im ersten Halbjahr ein moderater Zuwachs gemessen wurde, trat in der zweiten Jahreshälfte ausschließlich Stagnation ein. Damit verlief die Konjunktur nicht gemäß den Voraussagen zum Stand Juli 2017.

Gelitten habe vor allem die deutsche Industrie, so der Leiter der ifo Konjunkturforschung und Konjunkturprognose Timo Wollmershäuser. Als Grund nannte er die globalen „wirtschaftspolitischen Turbulenzen“, welche den Anstieg der Wertschöpfung abschwächten. Im Einzelnen waren demnach der Ausgang der Brexit-Verhandlungen, die Haushaltspläne der neuen Regierung Italiens sowie die Wiedereinführung von Zöllen zu die ausschlaggebenden Konjunkturbremsen. Diese „haben tiefe Spuren auf den wichtigsten deutschen Absatzmärkten hinterlassen“, so Wollmershäuser.

Die deutsche Autoindustrie habe sich zu einem großen Anteil selbst in die Bredouille gebracht, indem sie die neuen Abgasstandards schlicht verschlief. Ein kräftiger Dämpfer für die Konjunktur aufgrund der zurückgefahrenen Produktionen. Im Jahr 2017 war die Autoindustrie noch der Antrieb der deutschen Hochkonjunktur und dieser haben sich damit verabschiedet. Mit einem Anstieg um 2,4 Prozent legten die Exporte von Waren und Dienstleistungen „nur noch schwach zu“.

Dennoch geht ifo davon aus, dass die Konjunktur im Jahr 2019 stärker zulegen werde als im zweiten Halbjahr 2018. Angesichts der noch funktionierenden binnenwirtschaftlichen Antriebskräfte werde auch die Beschäftigtenzahl einen neuen Rekord aufstellen. Die Haushalte profitierten von einem kräftigen Anstieg bei ihren Einkommen, aufgrund steigender Löhne, Ausweitung der Transferleistungen und Entlastungen bei Steuern sowie Abgaben. Konsum und Baukonjunktur werden dadurch gestützt, u.a. angetrieben von weiterhin niedrigen Zinsen.

Das Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 werde lt. ifo insgesamt niedriger ausfallen als im Jahr 2018. Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Abschwung.

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