Hoher Anteil Migranten im Niedriglohnsektor

Migration –


Passend zum Treffen in Marrakesch anlässlich des UN-Migrationspaktes taucht eine Studie auf, die auf die prekäre Lage der Mehrheit der hochgebildeten Migranten in ihren Aufnahmeländern hinweist. Die meisten Zuwanderer arbeiteten demnach im Niedriglohnsektor oder habe überhaupt keinen Job.

Niedriglohnarbeiter

Konkurrenz der Niedriglohnarbeiter – Dank der „Globalisierung“

40% der Niedriglohnarbeiter im Bundesgebiet sind Migranten

Niedriglohn-Arbeiter sind den stets nach Gewinnmaximierung strebenden Unternehmen stets willkommen. Willige Arbeitnehmer, die für wenig Geld volle Leistung erbringen, sind unter den zahlreichen Zuwanderern reichlich zu finden. Im Schnitt sind in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) sowie in der EU rund 25 Prozent der im Niedriglohnbereich Beschäftigte Migranten. Wohl aus den Erfahrungswerten der Agenda 2010 profitieren, verläuft die Integration von Migranten in den Niedriglohn-Arbeitsmarkt offensichtlich besonders effektiv. In der Bundesrepublik liegt die Quote der Migranten im Niedriglohnsektor bei 40 Prozent, so ein Bericht von Zeit Online unter Berufung auf eine Studie im Rahmen des UN-Migrationsgipfels in Marrakesch.

Mit diesem Anteil befindet sich der deutsche Arbeitsmarkt allerdings (noch) nicht auf der Spitzenposition. In Luxemburg und in der Schweiz liegt die Migranten-Quote im Niedriglohnbereich demnach bei jeweils 60 Prozent.

Arbeitslosenquote Migranten ist höher als die der Einheimischen

Während bei allen im Niedriglohnbereich Beschäftigten die Migranten eine immer größere Stelle einnahmen, kletterte gleichzeitig der Anteil der Migranten ohne Beschäftigung innerhalb des Aufnahmelandes ebenfalls an. Lt. der Studie ist in sämtlichen Ländern der OECD und der EU die Arbeitslosenquote bei Migranten höher als die der Einheimischen. In Südeuropa sei die Differenz besonders stark ausgeprägt.

Das Argument „Überqualifikation“ zur Ablehnung des Arbeitnehmers scheint bei Migranten nicht zu gelten. Viele gut ausgebildete Zuwanderer arbeiten lt. der Studie in Jobs, für die sie eigentlich überqualifiziert seien. Demnach gibt es in der OECD rund 33,2 Millionen und in der EU 11 Millionen Migranten, die als hochgebildet gelten, aber davon 8,1 Millionen bzw. 2,9 Millionen in Jobs tätig sind, für die sie eine zu hohe Qualifikation vorweisen können. Von den hochgebildete Migranten in der OECD und in der EU sind 7 Millionen bzw. 2,4 Millionen arbeitslos. Damit haben demnach 20,4 Millionen der 33,2 Millionen hochgebildeten Migranten keinen angemessenen oder überhaupt keinen Job.


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