Hessen-Wahl: Die Ignoranz der SPD

Landtagswahl Hessen-


Selbstkritik und der Blick auf die Realität gehören zu den zahlreichen Schwächen der SPD. Der katastrophale Wahlausgang in Hessen sei auf die ständigen Auseinandersetzungen innerhalb der Union in Berlin zurückzuführen.

Ignoranz

Andere sind schuld – Die Ignoranz ist eine große Stärke der SPD

Das „katastrophale Erscheinungsbild“ der SPD

Die SPD ist immun gegen den Blick auf die Realität und resistent gegen Selbstkritik. Das Ergebnis der Landtagswahl in Hessen zeigt den klaren Vertrauensverlust der Wähler. Mehr als 10 Prozentpunkte musste die SPD gegenüber der vorangegangenen Landtagswahl abgeben und landete nur bei knapp über 20 Prozent. Das amtliche Endergebnis ist noch gar nicht verkündet, aber der Schuldige für diese Wahlniederlage in Hessen ist bereits gefunden. Es waren wieder einmal die Anderen. Nun wird wie nach der Bayern-Wahl wieder kräftig ausgeteilt.

Der Niedergang der SPD in Hessen sei auf die Reiberein in der Berliner Großen Koalition zurückzuführen. „Die SPD kann das Elend eines politischen Hühnerhaufens an der Spitze der Union nicht mehr länger akzeptieren“, so die Töne des SPD-Sprechers der SPD (Seeheimer Kreis) zu den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). Alleine die Union sei verantwortlich für das „katastrophale Erscheinungsbild“ der Großen Koalition. Schuld sei die Union auch für die permanenten Auseinandersetzungen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Vorsitzender Horst Seehofer.

Das „schreckliche Erscheinungsbild“ der Koalition wurde von der Union geprägt und die SPD werde hineingezogen und nehme Schaden. Dies zeigte sich in der Wahl in Hessen wieder, so Kahrs.

Große Koalition in Frage gestellt

Der SPD-Politiker verdeutlichte, dass er die geplante Halbzeitbilanz der Koalition Ende 2019 sehr ernst nehme. Ein Ende der Koalition sei im Anschluss durchaus möglich. Die Halbzeit Bilanz sei eine Sollbruchstelle.

Die SPD hat ihr Image selbst demoliert

Für das „katastrophale Erscheinungsbild“ sorgten die SPD-Politiker schon selbst. Alleine der Wahlkampf für die Bundestagswahl 2017 war mit Martin Schulz eine komplette Fehlbesetzung und überaus schädlich für die SPD. Seine Kehrtwende zur ursprünglichen Absage einer Großen Koalition wurde noch mit seinem plötzlichen Wunsch eines Ministerpostens getoppt. Die Ablösung Schulz‘ durch Andrea Nahles offenbarte die Konzept- und Hilflosigkeit der SPD endgültig. Nicht zu vergessen die rasant angestiegene Zahl der Hartz-IV-Abhängigen und die Demontage der einkömmlichen Jobs. Hartz-IV-Abhängige und vor allem potenziell Betroffene kennen den Urheber der unsäglichen Regelungen nach Soziales Gesetzbuch II (SGB II) sehr genau. Das Gedächtnis der Wähler funktioniert besser als es der ignorante Blick der SPD zu erkennen vermag.


Beitrag anderen Menschen mitteilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.