Heimlicher Kapitalabfluss aus Zypern trotz Sperre?

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Die Milliarden aus Zypern scheinen in Strömen abzufließen, obwohl die Verhandlungen zwischen Zypern und Brüssel die Zeit bis zur letzten Minute auskosten. Eine Einigung zum Rettungsprogramm wurde noch nicht getroffen. Während die finanziellen Mittel für die Bürger der Mittelmeerinsel verknappt werden, scheint den Groß-Investoren dennoch die Möglichkeiten gegeben worden zu sein, trotz Kapital-Sperre Milliardenvolumen abzuziehen.

Drama um Zypern und dennoch völlig überspitzt?

Zypern Krise
Heimlicher Kapitalfluss im Untergrund Zyperns?

Das finale Wort über eine Einigung zwischen Brüssel und Nikosia ist noch nicht ausgesprochen. Lt. Medienberichten soll es bei den Verhandlungen zwischen der Troika und Zyperns Präsident Anastasiades zu dramatischen Szenen gekommen sein. Die Streitgespräche, wie nun die Mittelmeerinsel und deren Banken zu retten sei, wurden mit gegenseitigen Androhungen des gegenseitigen Fallenlassens und eingeräumten Rücktritts-Optionen begleitet.

Eine Maßnahme zur Entlastung der Kredithäuser und der Vermeidung eines Banken-Runs hat bereits gegriffen. Das erst am Samstag verabschiedete Not-Gesetz einer Kapitalverkehrskontrolle bekommen die Einwohner mit aller Deutlichkeit zu spüren. Lt. grundsätzlicher Definition der neuen Verordnung sollte das über Bankautomaten verfügbare Bargeld auf 260,- Euro pro Tag und pro Kunde limitiert werden. Offenbar haben die Geldhäuser den per Gesetz erhaltenen „Joker“ eingesetzt, der es ihnen erlaubt, alles Notwendige anzuwenden, um die Ordnung und Sicherheit im Land zu gewährleisten, und die Geldmengen auf nur noch mehr 100,- Euro pro Tag und pro Kunde reduziert. Das Geld scheint langsam nur Neige zu gehen.

Wird bei Bürgern gekürzt während Großanleger ihr Kapital retten?
Auf der anderen Seite handelt es sich mit dem Rückgang der Liquidität nicht um ein allgemein gültiges Phänomen. Während die Bürger schrittweise von ihrem eigenen Bargeld abgeschnitten werden, beginnt im Untergrund Hintergrund der Geldstrom aus Zypern anzuwachsen. Einen indirekten Hinweis gewachsener Kapital-Abflüsse aus dem Krisenland zeigt lt. faz.net (Sonntag) das Zahlungsverkehrs-System Target, ein Zahlungssystem zwischen den Notenbanken der Euro-Länder.

Noch vor den dramatischen Entwicklungen in Zypern wären demnach die täglich ablaufenden Verbindlichkeiten der zyprischen Notenbank gegenüber der Europäischen Zentralbank (EZB) um rund 100 bis 200 Millionen Euro gestiegen. Nachdem das zyprische Parlament jedoch das Hilfsprogramm ablehnte sei der Wert der Abflüsse auf das Zweifache gestiegen. Somit könnten alleine in der vergangenen Woche trotz ausgesprochener Kapitalfluss-Sperre Geldvolumen im Milliardenbereich aus Zypern abgeflossen sein.

Inszeniertes Drama – Läuft in Brüssel ein „unsauberes“ Schauspiel ab?

Eine längst erreichte Einigung zwischen Zypern und Brüssel hätte durchaus für Umstände im Staats- und Bankensystem der Insel sorgen können, die ein einfaches Abziehen von Kapital mindestens erschwert, wenn nicht verhindert hätte. Solange jedoch die Situation in der „Schwebe“ gehalten werden kann, durch taktische Wende- und Verzögerungsmanöver, bleiben offenbar die Tore im Untergrund geöffnet, um eine Kapitalflucht „unter der Hand“ zu ermöglichen, während bei den zyprischen Bürgern dramatisch verknappt wird.

Rein „hypothetisch“ kann die EZB einen belieben Tag-X aussuchen, an dem die Notkredite an zyprischen Banken eingestellt werden. Der Anschein einer dramatischen Zuspitzung, samt dem „Kampf“ gegen die Zeit, kann gewahrt bleiben. Letztendlich wird nur auf das „grüne Licht“ gewartet, nachdem das Großkapital aus Zypern in Sicherheit gebracht wurde.

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