Haushaltsschulden USA: Moody’s verlangt weitere Schritte

Ratingagentur US-Wirtschaft-


Der beendete Streit um den US-Haushalt könne noch längst nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten, so die Ratingagentur Moody’s. Sollten nach dem vorerst beigelegten Haushaltsstreit keine weiteren Schritte zum Schuldenabbau erfolgen, werde es in den Augen der Agentur keine Möglichkeiten geben, den Ausblick auf „stabil“ zu setzen.

Moody’s fordert von US-Regierung weitreichende Schritte

Ratngagentur
USA Bonität bleibt auf negativ

Die Ratingagentur Moody’s erhebt ihre Stimme gegen die USA und „droht“ mit einem Halten des derzeitigen „negativen“ Ausblicks zur Bonität, falls der gefundene Kompromiss zum US-Haushalt nicht mit weiteren Schritten ausgebaut werden sollte. Erst wenn weitere Maßnahmen eingeleitet werden würden, die das enorm hohe Defizit reduzierten, könnte der Ausblick zur Kreditwürdigkeit auf ein „stabil“ gesetzt werden.

Moody’s veröffentlichte am Mittwochabend eine Einschätzung zur aktuellen Lage der US-Wirtschaft. Die Agentur räumte zwar ein, dass die gefundene Lösung zwischen den streitenden Parteien der Demokraten und Republikanern ein Signal für den richtigen Weg sei, aber dennoch nicht das Ende der erforderlichen Schritte sein könne.

Für eine mittelfristige Zeit müsse ein „Trend zum Schuldenabbau“ erkennbar sein, räumte Moody’s ein. Falls es zu keinen weiteren Schritten gegen das hohe Haushaltsdefizit kommen sollte, könnte dies negative Auswirkungen auf die Bonitätsbewertung haben.

Die Ratingagentur bewertet die USA nach wie vor mit der Bestnote „Aaa“, hält aber den Ausblick auf „negativ“.

Kann die USA Bewertung Moody’s ernst genommen werden?

Das Haushaltsdefizit der USA überstieg bereits im November 2011 die 15 Billionen Dollar Grenze und knackte damit fast die 100% Verschuldung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Ratingagentur Standard & Poor’s entzog dem extrem hoch verschuldeten Land bereits im Januar zuvor die ehemalige Bestnote „AAA“ und quittierte damit die offensichtliche Schieflage.

Angesichts der zum Jahreswechsel gefundenen Notlösung im US-Senat und den inzwischen auf 17 Billionen (17.000 Milliarden) Dollar zusteuernden öffentlichen Schulden wirkt die „Drohung“ von Moody’s, den Ausblick auf „negativ“ zu halten, geradezu als ein schlechter Scherz. Während die Ratingagentur im letzten Jahr zu den Bewertungen im europäischen Raum zu einem „Rundum-Schlag“ ausholte, befindet sich das US-Unternehmen mit seiner Heimat in einem Kuschelskurs. Geradezu als wenn die Geschäftsführung eine Unterabteilung des Weißen Hauses in Washington D.C. wäre.

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