Haushalte EU 2012: Weniger Neuschulden – Höhere Schuldenquote

Haushalte EU-


Im Jahr 2012 nahmen die EU-Staaten insgesamt weniger Schulden auf, aber der Schuldenstand erhöhte sich dennoch. Die Mehrheit aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union „baute“ ihre Schuldenquote aus.

Reichtum an Schulden

Die gesamte EU ist im Jahr 2012 „reicher“ an Schulden geworden

Geringere Neuschulden aber wachsender Schuldenberg

Eurozone = Schuldenzone. Der Schuldenstand der Staatshaushalte im Euroraum betrug 2012 im Durchschnitt 90,6%, bzw. in der gesamten EU 85,1%. Das öffentliche Defizit wurde im Euroraum bei 3,7% und in der EU28 bei 3,9% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) festgestellt. Der Schuldenstand bzw. die Neuverschuldungen vom Jahr 2012 wurden heute von der Europäischen Statistikbehörde (Eurostat) veröffentlicht.

Gegenüber dem Vorjahr konnte das öffentliche Defizit lt. Eurostat in absoluten Zahlen im Euroraum sowie in der Gesamt-EU verringert werden. Der Schuldenstand ist in beiden EU-Gebieten im gleichen Zeitraum jedoch angestiegen.

Im Bezug zum BIP konnte das öffentliche Defizit in der Eurozone von 4,2% (2011) auf 3,7% im Jahr 2012 abgesenkt werden. In der EU28 sank der Wert von 4,4% auf 3,9%.

Der Schuldenstand stieg im Jahr 2012 an. Im Euroraum erhöhte sich der Stand der öffentlichen Schulden um plus 4,3 Prozentpunkte, in der EU28 um plus 2,8 Prozentpunkte.

Zu den „Defizit-Musterländern“ nach Maastricht zählten im Jahr 2012 die Länder Estland und Schweden (-0,2%), Luxemburg (-0,6%) und Bulgarien (-0,8%). Insgesamt müssten eigentlich 17 EU-Länder mit einer Rüge rechnen. Deren Defizite lagen über der 3%-Marke. Die höchsten Werte wiesen die Länder Portugal und Zypern (-6,4%), Irland (-8,2%), Griechenland (-9,0%) und Spanien (-10,6%) vor. Fünfzehn Mitgliedsstaaten konnten ihr Defizit gegenüber dem Vorjahr verbessern, zwölf EU-Staaten verschlechterten ihre Finanzierungssaldos gegenüber dem BIP. In einem Land blieb das Defizit unverändert. Deutschland erreichte im Jahr 2012 einen Überschuss von plus 0,1 Prozent.

Zu den „Schulden-Musterländern“ zählten im vergangenen Jahr Estland (9,8%), Bulgarien (18,5%), Luxemburg (21,7%) und Rumänien (37,9%). Die höchsten Schuldenquoten zum BIP wiesen die Länder Irland (117,4%), Portugal (124,1%), Italien (127%) und Griechenland (156,9%) vor. Sechs Mitgliedsstaaten konnten ihre Schuldenquote im Vergleich zum Vorjahr verringern und bei zweiundzwanzig Ländern erhöhte sich die Schuldenquote.

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