Günstig wohnen in München ist lt. Gesetzgebung nicht möglich

Steuerkrake –


Wenn der Vermieter seine Wohnung zu fairen und vor allem bezahlbaren Preisen vermietet, können Mieter das Nachsehen haben. Die Finanzagenturen wollen ihre „Gewinne“ nicht entgehen lassen und erheben eine Steuer für geldwerten Vorteil. Ein günstiges Wohnen in München ist daher gar nicht möglich.

Mietpreise

Günstig wohnen in München ist lt. Gesetzgebung gar nicht möglich

Ortsübliche Mieten oder es werden Extra-Steuern fällig

Wer als Inhaber seiner Wohnimmobilie auf den ortsüblichen Mietpreis verzichtet und seine Wohnung bzw. sein Haus zu günstiger Miete anbietet, läuft Gefahr, dass die Finanzagentur kurzerhand zusätzliche Steuern aufgrund eines „erkannten“ geldwerten Vorteil verlangt.

Diesen Umstand mussten z.B. in München der „Orden der Barmherzigen Schwestern“ und seine Mieter erfahren. Dieser Orden betreibt in München Krankenhäuser und Pflegeheime. Die angestellten Pfleger wohnen teilweise in den günstig vermieteten Dienstwohnungen. Doch der günstige Mietpreis wird ein Ende haben, weil die Finanzbehörde auf keinen Fall auf irgendwelche Gelder verzichten möchte. Die Mieten werden voraussichtlich um satte 60 Prozent angehoben, wie BR.de berichtet.

Die Mieter haben bei günstigen Preisen nach Nachsehen

Der Orden verlangte bisher im Schnitt 9 Euro pro Quadratmeter Miete. Für Münchener Verhältnisse geradezu ein Schnäppchen. Immerhin sind in den Wohnungen auch die eigenen Angestellten untergebracht. Für München ist allerdings ein Quadratmeter-Preis von 18 Euro „üblich“. Dies sagt zumindest der sog. Mietspiegel aus. Die Finanzagentur sieht aber im Verhältnis zwischen Mietspiegel und tatsächlich verlangter Miete einen geldwerten Vorteil für die Mieter. Somit verlangen die Verantwortlichen bei der Finanzbehörde einen entsprechenden Ausgleich und dieser wäre von den Mietern in Form von Steuern zu bezahlen. Die Alternative wäre eine Mietanhebung auf ortsübliches Niveau.

Mietspiegel wird kritisiert anstatt das Regelwerk

Steuerraub
Das Heimliche des Diebes ist der Bescheid der Finanzagentur

Der Bayerische Rundfunk stellt allerdings das Problem Mietspiegel in den Vordergrund, anstatt irgendeine Kritik am zur Geltung gebrachten Recht zu üben. Als wenn der Mietspiegel eine naturgemäße und unausweichliche Regelung sei.

Dieses Beispiel zeigt wieder einmal deutlich, dass die Finanzbehörden bzw. die Gesetzgeber die Regeln im Selbstverständnis der ausschließlichen Einkommensgarantie aufstellen. So wie die Betreiber der noch nicht angeschlossenen Offshore-Windkraftanlagen eine von Steuergeldern finanzierte Entschädigung für entgangene Gewinne erhalten, gehen die Finanzagenturen davon aus, in jedem Fall ihre Begehrlichkeiten befriedigen zu können.

Die unverfroren offene Hand sollte daran erinnern, dass es auch bei einer Immobilie zwischen Eigentum und Besitz einen fundamentalen Unterschied gibt. Letzteres ist sogar nur „gesetzlich unterstellt“ (BGB §891).

Nun steht auch noch die Neuberechnung der Grundsteuer an. Die neue Formel soll künftig auch die Höhe der Mieteinnahmen berücksichtigen. Auf der einen Seite spielt die Bundesregierung Besorgnis über die steigenden Mieten vor, wurstelt populär herum mit völlig wirkungslosen Mietpreisbremsen, praktiziert aber knallhart extrem preistreibende Gesetzgebung.

Das „riecht“ nach Unruhen.


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