Groß-Durchsuchung bei Commerzbank: Steuerhinterziehung durch Kunden

Steuerfahnder Commerzbank-


Heute befindet sich der Arbeitsmittelpunkt von 270 Beamten beim Auffinden von Beweisen in den Geschäftsräumen der Commerzbank. Große Hausdurchsuchung bei der zweitgrößten Bank Deutschlands. Doch die Rollen Verdächtiger und Zeugen sind vertauscht.

Razzia

Großrazzia bei der Commerzbank – Rund 200 deutsche Kunden werden im Augenblick nachdenken

Die Commerzbank gilt als Zeugin, nicht als Verdächtige

Eine weitere Großdurchsuchung einer deutschen Bank nach der Durchsuchungsaktion vor ziemlich genau einem Jahr bei der HVB. Jedoch steht das Kreditinstitut dieses Mal nicht als Beschuldigter sondern vielmehr als „unwissend Beteiligter“ im Visier der Fahnder. 270 Beamte begannen heute ihre groß angelegte Razzia in 40 Filialen und Geschäftsräumen der Commerzbank. Es dreht sich um einen vermutlichen Steuerbetrug durch wohlhabende Kunden mithilfe von Versicherungen. Die Commerzbank Zentrale in Frankfurt steht lt. Informationen von Handelsblatt (Dienstag) ebenfalls auf der Durchsuchungsliste. Auf Anfrage des Nachrichtenmagazins bestätigte die Staatsanwaltschaft Bochum die seit den Morgenstunden laufenden Hausdurchsuchungen.

Das Ziel der Fahnder ist das Einsammeln von Beweisen eines Steuerbetrugs in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Im Hintergrund seien rund 200 deutsche Kunden beteiligt, die seit dem Jahr 2006 über einen italienischen Versicherungskonzern und Lebensversicherungen die Einkommenssteuer hinterzogen haben sollen.

Eine Unregelmäßigkeit in einer Steuererklärung im vergangenen September 2013 soll den Stein ins Rollen gebracht haben. Lt. Informationen des Handelsblattes wurden vermutlich Lebensversicherungsmäntel als Instrumente für das Verstecken von Schwarzgeld genutzt. Bereits in der Vergangenheit seien derartige Lebensversicherungsmäntel für das Hinterziehen von Einkommenssteuern verwendet worden. Im konkreten Fall brachten die beteiligten Kunden ein Mindest-Anlagevolumen von einer halben Millionen Euro mit. Andere steckten gleich mehrere Millionen Euro in solche Versicherungsmäntel.

Die Commerzbank geriet bei den Fahndern deshalb ins Visier, da die Bank mit dem italienischen Versicherer zusammen arbeitet. Deutschlands zweitgrößte Bank wird derzeit nicht als Verdächtiger sondern als ein Zeuge geführt. So richteten sich die Ermittlungen nicht gegen die Commerzbank als Institution. Im Visier stehen vereinzelte Mitarbeiter eines anderen Finanzdienstleisters. Die Commerzbank äußert sich nur mit raren Informationen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelte.

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