Griechenlands Überlebenskampf im Mai 2015 zu Ende?

Griechenlandkrise-


Griechenlands finanzieller Überlebenskampf hangelt sich von Monat zu Monat und jeder weiterer Schritt ist umso beschwerlicher. Bereits im April für halb tot erklärt, aber mit der Rentenplünderung dennoch überlebt. Die Chancen, noch mit kräftigen Blessuren über den Mai hinaus zu kommen, sind jedoch ungleich geringer.

Euro Untergang

Das Geld ist längst weg, die Quellen versickern, aber die Gläubiger warten mit weit offenen Händen

Endzeitlage in der Griechenland-Krise? Der Mai wird extrem spannend

Athen ist über die Phase, jeden Euro-Cent vor der Ausgabe mindestens 5-Mal umzudrehen, schon längst darüber hinaus. Die Suche nach Sparschweinchen, die bisher übersehen und noch nicht zertrümmert wurden, läuft auf Hochtouren. Griechenlands Verbindlichkeiten reichen in alle Richtungen, aber am notwendigen Geld fehlt es an allen Ecken und Enden.

Im eigentlich längst in Beschlag genommenen Vorzimmer des griechischen Finanzministeriums warten mit Ungeduld und in großer Hoffnung der Internationale Währungsfonds (IWF) sowie zahlreiche weitere mit Rest-Optimismus ausgestattete Gläubiger. In den kommenden Wochen stehen die nächsten Rückzahlungen an und Athen übt sich darin, über die eigene Verlegenheit hinweg zu spielen.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?. Am kommenden Freitag (24.04.2015) trifft in Lettland erneut die Euro-Gruppe zusammen, um über ein (nächstes) Reformpaket für Griechenland zu beraten. Russland und der staatliche Energieversorger Gazprom haben im großen Schuldenspiel schon eine recht stabile Position eingenommen und werden im Hintergrund ein gehöriges Wörtchen mitreden wollen. Moskau und Athen stehen schon seit geraumer Zeit in Verhandlungsgesprächen über die Wege der zukünftigen Gasversorgung Europas. Wie die Dinge im Dauer-Krisenland jedoch aussehen, kann von einer neu eingerichteten Verhandlungsbasis nach dem „Reset“ ausgegangen werden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) half über das Hintertürchen mit mehrmaliger Anhebung der gewährten ELA-Krediten (Notkredite) aus. Doch damit könnte nun Schluss sein, wie Ekathimerini berichtete. Die Risiken seien inzwischen zu hoch, so die Warnung einiger europäischer Top-Banker am Montag. Die griechischen Banken dürften demnach aufgrund schrumpfender Sicherheiten keine weitere Liquidität erhalten. Der Druck auf Athen wächst damit enorm an.

Griechenland muss für die laufenden Ausgaben sowie dem Schuldendienst „auf die Schnelle“ weitere 3 Mrd. Euro auftreiben. Davon sollen Gehälter, Renten und Schulden gemindert werden. Bis zum 12. Mail erwartet der IWF eine Überweisung von ca. 1 Mrd. Euro. Mit dem letzten Kunstgriff im April bediente sich Athen mit dem tiefen Griff in die Rentenkassen. Nun erhofft sich Griechenlands Regierung eine weitere „Erleuchtung“, woher die nächsten Milliarden kommen sollen. Ein erster Funke führte zur Anweisung, dass die örtlichen Behörden jeden einzelnen Euro direkt an die Zentralbank abzuführen haben.

Im Gegenzug senkte der IWF (wieder einmal) die eigenen erst drei Tage alten Prognosen für Griechenlands Wirtschaftswachstum und prompt schossen am Montag die kurzfristigen griechischen Staatsanleihen auf ein neues Rekordhoch empor.

Das letzte Aufbäumen vor dem großen Knall?





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