Griechenlands Niedergang: Jugendarbeitslosigkeit über 64%

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Wer bisher daran glaubte, Griechenland befände sich auf dem Weg der Besserung, wird mit der jüngsten Arbeitslosenstatistik eines Besseren belehrt. Ein Rekordhoch jagt das nächste. Die Jungendarbeitslosigkeit ist inzwischen auf 64,2% gestiegen.

Die Zahlen sprechen für kontinuierlichen Niedergang

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Cyclades: Besserer Zustand als die Wirtschaft

Griechenlands Statistikbehörde (ELSTAT) veröffentlichte am Donnerstag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote für Februar 2013. Die Zahlen erwecken nicht den Eindruck, als wenn sich die Wirtschaft der Hellenen auch nur ansatzweise auf einem Erholungskurs befände.

Demnach betrug im Februar 2013 die Arbeitslosenquote für Personen zwischen 15 bis 74 Jahre 27,0%. Ein Anstieg um 0,3 Prozentpunkte gegenüber Januar 2013. Noch im Februar 2012 waren in Griechenlands Bevölkerung 21,9% ohne regelmäßige Beschäftigung.

In absoluten Zahlen hatten im vergangenen Februar 3.568.186 Personen eine regelmäßige Beschäftigung, während sich die Zahl der Arbeitslosen auf 1.320.186 Menschen belief und 3.358.649 Griechen als „untätig bzw. inaktiv“ galten. Im Jahr 2008 betrug die Arbeitslosenquote 8,0%, im Jahr 2009 9,0% und im Jahr 2010 11,2%. Als „inaktiv“ werden die Bürger bezeichnet, die keine Beschäftigung haben und darauf verzichten, einen Arbeitsplatz zu finden.

Dramatische Jugendarbeitslosigkeit
64,2% der 15-24-jährigen Griechen waren im Februar 2013 arbeitslos. Ein Wert der beinahe die zwei Drittel-Marke der gesamten Altersgruppe erreichte. Die Arbeitslosenquote der griechischen Bevölkerung „im besten Alter“, 25-34 Jahre, betrug 36,2%. 23,7% der 35-44-Jährigen, 20,2% der 45-54-Jährigen und 16,7% der 55-64-Jährigen waren ohne Arbeit. In der älteren Generation zwischen 65 und 74 Jahren waren in Griechenland 8,0% ohne Erwerbstätigkeit.

Schönrederei, Scheuklappen und Rätsel

Bereits im Jahr 2012 meldete ELSTAT eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 54,1% bei den jungen Leuten bis 24 Jahre und man glaubte, so langsam müsste das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Irrtum. Offensichtlich hat die Wirtschaft Griechenlands noch ein enormes Potenzial für einen ausgedehnten Niedergang. Woher der BDI die Zeichen vernommen haben will, aus Griechenland kämen bereits die ersten „positive Signale“, bleibt derzeit noch ein Rätsel. Der BDI-Präsident forderte jedoch am Festhalten des Reformkurses der EU.

Mit diesem Kurs wird Griechenland das bleiben, was die Astronomen ein „Schwarzes Loch“ nennen. Ein gigantischer „Staubsauger“, der alle Materie verschlingt und nicht mehr freigibt. Der dezente Unterschied zur „physikalischen Singularität“ im All besteht jedoch im der durchaus organisierten „Durchschleusen“ der bisherigen und künftigen Rettungsmilliarden bis zu den Investmentbanken außerhalb des hoch überschuldeten Eurolandes.

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