Griechenlands Finanzminister sieht sein Land im Aufwärtstrend

Griechenlandkrise-


Griechenland scheint sich auf dem Weg der Gesundung zu befinden. Zumindest gab sich Griechenlands Finanzminister Stournaras sehr optimistisch, da bereits der größte Teil der Reformen geschafft wäre und die Haushaltsdaten die Erwartungen überträfen.

„Krisengewinner müssten Erträge aufteilen“

Griechenland
Wird Griechenland wieder vom Aufwind getragen?

Ginge es nach den Ausführungen des griechischen Finanzministers Yannis Stournaras, sind die Hellenen bereits auf dem besten Weg, das „Tal des Jammerns“ wieder zu verlassen. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) (Samstag) gab er sich zuversichtlich und erklärte, dass bereits „gute Ergebnisse“ vorzuzeigen wären und Griechenland „aus dem Schlimmsten heraus“ wäre. Dennoch müsste sein Land noch einen langen Weg hinterlegen.

Die Vorgaben der Kreditgeber wären sogar übertroffen worden, so der Minister. Von allen Konsolidierungsmaßnahmen im Haushalt wären mehr als zwei Drittel schon erfolgreich abgearbeitet worden. Das beträfe auch die Beseitigung der Nachteile im internationalen Wettbewerb durch die Absenkung von zu hohen Lohnstückkosten.

Stournaras bezeichnete die soziale Lage in Griechenland nach wie vor als schwierig, da die Renten und Löhne massiv gekürzt worden seien, aber keineswegs als explosiv. Darüber hinaus seien die Steuern deutlich angehoben worden.

Deutschland müsste mehr Entgegenkommen zeigen
Der Minister sieht Deutschland neben den weiteren „Triple A“-Ländern als die Gewinner in der Eurokrise. Die Zinsen wären in diesen Euroländern sowohl für die Staaten als auch für die Unternehmen massiv gefallen, erklärte Stournaras der F.A.Z. und wünschte sich, die Länder würden ihre Erträge aus der Krise teilen.

Ein gutes Rezept: „Frechheit siegt“

Sofern die griechische Arbeitslosenquote von gut 59% bei den jungen Leuten (Januar 2013), eine
Verschuldungsquote von knapp 157% des BIP (2012) und ein Defizit in Höhe von -10% im letzten Jahr wenigstens in Teilbereichen die Erwartungen der Geldgeber übertreffen, dann ist das eine rein quantitative Aussage und mag dahin gestellt sein.

In der Währungsgemeinschaft gibt es Länder die beim Wirtschaften mehr Verantwortung zeigten und eben welche, die den Euro zum Anlass nahmen, um mit dem relativ billigem Geld eine „Party zu feiern“. Sollten „schwierige Zeiten“ hereinbrechen, dann teilt sich die Währungsgemeinschaft in jene Länder, die auf relativ sicheren Sockeln stehen und andere die hilflos im Wasser herumtreiben. Inzwischen wurden den gestrauchelten Euroländern eine große Anzahl von Rettungsringen zugeworfen, überwiegend aus den Haupt-Nettoeinzahlern in den Rettungsfonds, also die „Triple-A“-Länder. Diese sollen, ginge es nach dem griechischen Finanzminister, noch mehr für die Folgekosten der abgehaltenen Partys aufkommen müssen, gerade eben weil diese Euroländer den Feten ferngeblieben sind.

Eine Rechtfertigung könnte die Forderung ggfs. darin finden, alle Länder eine „Strafabgabe“ aus ihren „Eurokrisen-Gewinnen“ entrichten zu lassen, die einem Beitritt Griechenlands in die Eurozone zustimmten.

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