Griechenland rüstet Armee trotz Dauer-Pleite-Zustand weiter auf

Griechenland Krise-


Griechenland rüstet die eigene Armee weiter auf, obwohl derzeit nur noch Notkredite der EZB die von der EU „verstandene und auch akzeptierte“ Insolvenz des Landes verhindern können.

Raketen

Nato, Athen, Brüssel und Berlin müssen hungernde Griechen vor imaginären Feinden verteidigen

Trotz Dauer-Pleite Griechenlands bleiben Milliarden für Waffen übrig

Griechenland kann nach rund fünf Jahren Überlebenskampf offenbar nur noch mit den teils hinter verschlossenen Türen beschlossenen Notkrediten (ELA) der Europäischen Zentralbank (EZB) über Wasser gehalten werden. Teilrückzahlungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) scheinen nur noch mit dem Rückhalt der Eurozonen-Steuerzahler möglich zu sein. Die griechische Bevölkerung bezahlt für die Sünden der bisherigen Regierungen und vor allem die Vergehen der Banken, deren „systemrelevante“ Übermacht über die Grenzen hinaus eine jede einzelne Ritze der nationalen Staatsführungen mit Einfluss imprägniert haben.

Trotz der faktisch schon längst vorliegenden Staatspleite Griechenlands bleiben nach wie ausreichend viel Mittel, um sich einer der größten Armeen in Europa zu leisten. Auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bezogen leistet sich Athen die größte Streitmacht Europas und in absoluten Zahlen das größte Panzer-Heer. Der ehemalige Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen äußerte sich vor rund zwei Jahren sehr besorgt über die Kürzungen der Militärausgaben innerhalb des westlichen Verteidigungsbündnisses, fand aber lobende Worte für Griechenland, das nach wie vor mehr als zwei Prozent des BIP für die Ausrüstung der eigenen Streitkräfte aufwand.

Griechenland ist ein Nato-Mitglied, allerdings lässt die geografische Lage in Süd-Europa nicht gerade die Vermutung einer latenten Bedrohung aufkommen. Die Türkei im Osten, Bulgarien sowie Albanien im Norden und Italien im Westen. Alles Nato-Freunde und sonst bliebe eigentlich nur mediterranes Gewässer im Süden. Bevor der „Russe“ aus dem Schwarzen Meer ausscheren könnte, müsste dieser die Meeresenge vom Bosporus passieren und diese ist von Nato-Mitglied Türkei „gut bewacht“.

Die Auftragslage zwischen Athen und den Waffenherstellern, vor allem den Produzenten in Deutschland, ließe den Verdacht aufkommen, mit Griechenland handelte es sich um einen für die Waffenindustrie steuerfinanzierten Konjunktur-Katalysator. Doch westliche Waffentechnologie im Milliardenumfang scheint nicht genug zu sein. Der Besuch des griechischen Premiers Alexis Tsipras in Moskau war offenbar nicht nur von der Sicherung der künftigen Gasversorgung Europas geprägt, sondern behandelte u.a. die erneute Aufrüstung der griechischen Streitkräfte, aber dieses Mal mit russischer Technologie.

Am Mittwoch teilte lt. Sputniknews der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos in Moskau mit, dass Athen derzeit mit Russland über den Kauf neuer Luftabwehrraketen des Typs S-300 verhandelte. Vordergründig stehe zwar die Wartung der zu einem früheren Zeitpunkt erworbenen Luftabwehrsysteme, aber neue S-300 Anlagen seien ebenfalls notwendig.





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