Griechenland Defizit: Anzeichen für Entspannung?

Griechenlandkrise-


Griechenlands Haushalt zeigt Tendenzen, die für gute Stimmung in der Eurozone sorgen könnten. Das Haushaltsdefizit konnte drastisch verringert werden. Für Jubel wäre es aber noch zu früh. Zu viele Faktoren bremsen die Konjunktur noch kräftig aus.

Ein erster „Lichtblick“ für Griechenlands Wirtschaft?

Griechenland Konjunktur
Defizitabbau zeigt in die richtige Richtung

Der „Dauer-Rettungskandidat“ Griechenland konnte im Bezug der Haushaltsverschuldung einen großen Schritt nach vorne hinterlegen. Das Defizit ist im Zeitraum Januar bis April 2013 von ursprünglich 1,7 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum vom Vorjahr auf 330 Millionen Euro gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 81 Prozent.

Die glänzenden Zahlen trügen jedoch. Griechenlands derzeitige Arbeitslosenquote von 27%, bei fast 64% arbeitslosen jungen Menschen (bis 24 Jahre) beleuchtet den Hintergrund des massiven Schuldenabbaus der Hellenen sehr viel deutlicher. Das Land steckt in einer tiefen Rezession. Spar- und Konsolidierungsauflagen lassen die öffentlichen Investitionen und Aufträge förmlich einbrechen. Zusätzlich sieht die Regierung die schrittweise „Entfernung“ von 15.000 Staatsbediensteten bis Ende 2014 vor.

Der Konsum der griechischen Bürger stagniert, dem Staat fließen immer weniger Steuergelder zu. Ein Abwärtsstrudel. Griechenlands Wirtschaft ist bereits fünf Mal in Folge geschrumpft und wird mit dem Ende 2013 voraussichtlich das sechste Jahr anhängen.

Woher der Optimismus stammt, dass Griechenlands Wirtschaft bis Ende 2014 um plus 0,6 Prozent gewachsen sein wird, nachdem die EU-Kommission noch für 2013 ein Minus von 4,2 Prozent erwartet, ist nicht ganz klar. Dafür wäre im hoch verschuldeten Griechenland ein kräftiger Wandel zu den wirtschaftlichen Entwicklungen notwendig.

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