Griechenland brauche „nur“ mehr Zeit für die eigene Sanierung

Griechenlandkrise-


Erhielte Griechenland mehr Zeit für die Tilgung der Schulden, könne auch die solide Rückkehr an den Kapitalmarkt erreicht werden. IW Köln spielt unterschiedliche Entwicklungs-Szenarien bis ins Jahr 2050 durch, die jedoch wie auf der Schiene verlaufend in keine Richtung abweichen dürften. Das Wichtigste scheint jedoch darin zu bestehen, die Schuldenlast des Landes vollumfänglich auf die EU-Steuerzahler abzuladen.

Rettungsprogramme

Griechenland brauche lediglich mehr Zeit. Dann regelte es sich „wie von alleine“

Athen müsse die Reformen umsetzen und den Haushalt sanieren

„Die Zeit heilt alle Wunden“. Die Lösung des griechischen Schuldenproblems müsse auf diese Säulen gestellt werden. So zumindest könnte der Lösungsansatz des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) verstanden werden. Die Experten des IW fordern für Griechenland eine Verzögerung der Rückzahlungsfristen um 20 Jahre.

Griechenland brauche vor allem Zeit, um die Staatsverschuldung auf rund 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu drücken. Erst dann könne das Land an den Kapitalmarkt zu verkraftbaren Konditionen zurückkehren, so das IW. Das Institut spielte drei fiktive Entwicklungen für Griechenland durch, bis ins Jahr 2050.

Der Ausgangspunkt ist eine Schuldenquote im Bereich von 200 Prozent des BIP. Dieser extrem hohe Wert wird dann erreicht, wenn die derzeit in Aussicht gestellte dritte Kredittranche im Rahmen von 86 Milliarden Euro (oder sogar 92 Mrd. Euro) zum Tragen kommt.

Nach den Analysen des IW sei ein Reduzierung der Staatsschuldenquote auf unter 100 Prozent bereits im Jahr 2040 zu erreichen. Voraussetzungen für diese Entwicklung sind das Umsetzen der Reformen und eine solide Sanierung des Staatshaushaltes. Darüber hinaus müssten die Schulden (rund 300 Milliarden Euro) auf den Rettungsschirm ESM übertragen werden. Für Griechenland müssten Möglichkeiten von tilgungsfreien Zeiten und eine flexiblere Handhabe der Staatsanleihen geschaffen werden.

Unterm Strich zielt das „ideale Szenario“ des IW darauf hinaus, die Schuldenrisiken den EU-Steuerzahlern auf direktem Wege aufzuschultern. Der Blick nach vorne bis ins Jahr 2050 kann nur als hochspekulativ betrachtet werden. Der berühmte Blick in die Kristallkugel. Die Strategie „Schau ma mal“ verspricht eine höhere Trefferquote.





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