Grexit: CSU hält Griechenland-Austritt für eine Alternative

Griechenlandkrise-


Griechenland ist der größte Wackelkandidat innerhalb der Eurozone. Die CSU fordert einen Austritt Griechenlands, sofern keine finanzielle Stabilität in Aussicht steht und forderte die EU-Kommission dazu auf, die Rahmenbedingungen für einen Grexit zu schaffen.

„Ein Griechenlandaustritt wäre eine Alternative“

Euro-Zone
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Die CSU feiert ein Come-Back, zumindest was das Thema Griechenland und deren Verbleib in der Euro-Zone betrifft. Mit der thematischen Renaissance tritt auch der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, bekannt für „markige Meinungen„, auf die Bühne zurück und brachte das Anliegen der CSU mit klaren Ansagen auf den Tisch.

Griechenland müsse einen Weg außerhalb der Euro-Zone beschreiten, sollte es nicht in der Lage oder willens sein, die finanzielle Stabilität herzustellen, so Dobrindt zur Welt am Sonntag. Nach wie vor ginge das größte Risiko für die Euro-Gemeinschaft von Griechenland aus, erklärte der CSU-Politiker und betonte, dass ein Griechenland-Austritt („Grexit“) auf lange Sicht für Europa und Griechenland selbst eine mögliche Alternative wäre.

Dobrindt ging sogar noch einen Schritt weiter und forderte die EU-Kommission dazu auf, die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine geordnete Staatsinsolvenz und dem anschließenden Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone zu schaffen.

„So viel zur beendeten Eurokrise“

Die Aufforderungen, Griechenland aus der Eurozone „hinaus zu begleiten“, deuten viel mehr darauf hin, dass die mehrfach betonte These einer „beendeten Eurokrise“ so nicht stimmen kann. Griechenland befindet sich derzeit in einem zumindest medial gehaltenen Ruhestand, intern tickt die Zeitbombe jedoch unvermindert weiter. Als Spielball der Eurozone tanzen die Hellenen auf einem dünnen „Finanzstrahl“ und drohen jederzeit seitlich weg zu springen. Die Probleme um das eng verbundene Zypern wirken sich alles andere als stabilisierend aus.

Die wohl größte Gefahr für Griechenland und die gesamte Währungsgemeinschaft geht derzeit von Italien aus, gleich gefolgt von Frankreich. Das Kippen einer der beiden großen EU-Wirtschaftsnationen dürfte die „europäische Plattform“ endgültig die Klippe hinunter stürzen lassen. Sämtliche Beteuerungen und Irreführungen der EU-Politik werden dagegen nichts ausrichten können.

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