Geschäftsklima im Juni 2023 in den Keller gestürzt

Konjunktur –


Mit dem Hereinbrechen des Sommers 2023 stürzte gleichzeitig die Stimmung der Chef-Etagen der Unternehmen in den Keller ab. Aktuelle Lage und Erwartung für die Geschäftsentwicklung werden in depressiver Stimmung bewertert.

Geschäftsklimaindex im Keller

Unwetter

Über den Büros der Firmenmanager sind finstere Wolken aufgezogen

Beim Hereinbrechen des Sommers könnte man der Ansicht sein, die gute Laune der Menschen erlebt nach einer Phase der kühlen Frühlingszeit einen erneuten Aufschwung. Was bei den Konsumenten aufgrund der immer noch stark steigenden Preise, insbesondere die für Nahrungsmittel, nur sehr gedämpft zu beobachten ist, fehlt in den Etagen der Firmen-Manager gänzlich. Es herrscht sogar eine äußerst depressive Stimmung vor. Das Geschäftsklima im Mittelstand befindet sich im Sturzflug, so die KfW nach Auswertung des KfW-ifo-Mittelstandsbarometer für Juni 2023.

Alle Branchen in schlechterer Stimmung

Über sämtliche Branchen hinweg sind die Wert in den Keller gefallen und dies betrifft insbesondere die Erwartungen für das kommende Geschäft in den folgenden Monaten. Im Juni 2023 sank der Geschäftsklimaindex gegenüber dem Vormonat um 5,4 Punkte und damit um ähnlich stark wie direkt nach der Einstellung der Gaslieferungen im September 2022. Der im Juni erzielte Wert des Geschäftsklimaindex liegt bei -11,8 Punkte.

Erwartungen abgestürzt

Ausschlaggebend für die miserable Stimmung ist der in den Keller gefallene Erwartungswert. Dieser fiel um 7,3 Punkte auf nur noch -21,7 Saldenpunkte. Die Beurteilung der gegenwärtigen Geschäftslage rutschte um -3,2 Punkte abwärts und landete nach Unterschreitung der Nulllinie auf -1,1 Punkte. Dieser Stimmungsrückgang ist über alle Sparten der mittleren und kleinen Unternehmen zu beobachten. Hier stechen vor allem die Entwicklungen im Verarbeitenden Gewerbe und im Einzelhandel hervor.

Großunternehmen noch schlechterer Stimmung

Die Manager der Großunternehmen waren im Juni sogar noch schlechterer Stimmung als ihre Kollegen im Mittelstandsbereich. Das Geschäftsklima bei den Großkonzernen rutschte um 9,4 Punkte auf nur noch -26,0 Punkte ab. Anteilig zog der Indexwert für die Geschäftserwartung um -13,3 Punkte auf nur noch -35,4 Punkte abwärts. Damit wurde der Wert vom Spätsommer 2022 fast wieder erreicht. Die derzeitige Lage wurde von den Managern um -15,3 Punkte schlechter bewertet als im Vormonat.

Noch werden Erwartungen nicht erfüllt

Mit einem derartigen Stimmungseinbruch haben die Ökonomen der KfW wohl nicht gerechnet. Deren Experten und Analysten gingen vor wenigen Monaten noch von einer wesentlich günstigeren Entwicklung aus. Entsprechend vorsichtig fällt auch die Erklärung für die tatsächlich eingetroffenen Zustände aus. „Der kurzzeitige Konjunkturoptimismus vom Frühjahr ist verflogen, stattdessen befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Art Schwebezustand“, so Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW.

Ökonomen zeigen sich optimistisch

Die KfW-Ökonomen sehen offenbar ihre aufgestellten Prognosen in „Gefahr“, denn der Stimmungsabfall in den Unternehmen stelle ein Abwärtsrisiko für die derzeitige Wachstumsprognose auch von KfW Research dar. Wie auch andere Institute erwartete man für 2023 ein leicht „negatives Wachstum“, auch wenn für die zweite Jahreshälfte eine leichte Konjunkturerholung prognostiziert wurde. Dennoch zeigt man einen gewissen Rest-Optimismus. Voraussetzung für eine moderate Konjunkturerholung seien lediglich deutlich steigende Nominallöhne und eine nachlassende Inflation.

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