Gerät Schäubles Schuldzuweisung zu Zyperns Sparer-Enteignung ins Wanken?

Zypern Sparerenteignung-


Die Doppel-Aussage des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble gerät ins Wanken. Einerseits erklärte Schäuble die in Brüssel beschlossene Maßnahme der Sparer-Enteignung als eine Notwendigkeit, relativierte seine Behauptung jedoch einen Tag später mit der Aussage, Zypern wäre für diese Entscheidung u.a. mit verantwortlich gewesen.

„Deutschland hätte die Einlagensicherung respektier“

Zypernkrise
Die Zeit läuft Zypern davon

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erklärte in der tagesschau (13.03.13), dass Zypern unter den Problemen eines unverhältnismäßig großen Bankensektors leide und um die erforderliche Summe zu erhalten, eben eine „breit angelegte“ Beteiligung der Eigentümer und Anleger notwendig sei.

Doch nur einen Tag später erklärte der Finanzminister im Deutschland Funk, dass die Verantwortung auch bei Zypern zu finden wäre und Deutschland zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) die Einlagensicherung respektiert hätte.

Diese Aussage wurde am Montag von der zyprischen Regierung kategorisch dementiert. Nach dem Bericht von ekathimerini.com (Montag) widersprach Zyperns Regierungssprecher Christos Stylianides rund eine Stunde nach der Verlegung der Parlaments-Abstimmung, bei der über die von Brüssel auferlegten Maßnahmen entschieden werden soll, den Behauptungen Schäubles, dass Zypern die Idee abgelehnt hätte, die Einlagebeträge auf den zyprischen Bankkonten mit einem Volumen von größer als 100.000,- Euro mit 40 Prozent zu belasten und dafür den Vorschlag von 6,75% für Beträge unter 100.000,- Euro und 9,9% für Einlagen über 100.000,- Euro einbrachte.

Der Regierungssprecher zitierte die Aussage des Staatspräsidenten Nicos Anastasiades, dass „er es kategorisch bestreitet, jemals in Aussicht gestellt zu haben, die garantierten Einlagen von z.B. bis zu 100.000,- Euro freizugeben.“

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