Geldanlagen: Reiche Familien sind risikofreudiger als .. wer?

Vermögen-


Reiche Familien gehen für ihre Geldanlagen höhere Risiken ein. Sie wollen sich nicht mit dem einfachen Erhalt ihres Vermögens zufrieden geben. Ein Ansporn für die Normalverdiener und Arbeitslosen?

Vermögende Familien setzen auf spekulative Anlagen

Armut trotz Rente
Das Risiko ist der Verlust, nicht aber der Ruin

Die Reichen tragen die Risiken auf Freiwilligen-Basis, oder wie kann der Titel der Faz.net (Dienstag) „Reiche Familien riskieren mehr“ verstanden werden?

Vermögende Familien betrachten demnach die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) als das größte Risiko für ihr Hab und Gut. Reiche Familien geben sich allerdings nicht wie die Kleinsparer mit dem einfachen Erhalt des vorhandenen Vermögens zufrieden, sondern seien auch dazu bereit, durch Spekulationen höhere Risiken einzugehen.

Zu dieser Erkenntnis will das Forschungsinstitut „Family Offices (Foster)“ gelangt sein. Dazu befragte das Institut reiche Familien im Bundesgebiet, im Selbstverständnis eines Netzwerkes für einige Hundert vermögende Familien in der Bundesrepublik, in Österreich und in der Schweiz. Die befragten Familien mit den geringsten Vermögen kamen immer noch auf mehr als 20 Millionen Euro.

Die reichen Familien seien dazu bereit, ihr Vermögen in risikobehaftete Anlagenklassen zu investieren. Darunter fielen z.B. Bereiche der Infrastruktur, Immobilienportfolien und sogar Wälder. Eine wichtige Rolle für die liquide Anlageform spiele der Aktienmarkt. 88 Prozent der reichen Familien legten ihr Geld auf langfristige Sicht in Aktien an.

Wollen und können sind zweierlei Stiefel

Reiche Familien verfügen über ein Millionen-Vermögen. Bei der durchgeführten Umfrage mindestens über 20 Millionen Euro. Welch ein Kunststück, die eine oder andere Million in die Hand zu nehmen, um diese in eine meinetwegen auch exotisch anmutende, aber renditestarke Anlagenklasse zu stecken.

Gehen mal hier oder dort ein paar 100.000 Euro in Rauch auf, mag das dem Familienoberhaupt empfindliche Nadelstiche zufügen, aber damit war es auch schon.

In den von der Bundesregierung ausgeklügelten Hartz-IV-Sätzen 2016 steckt gerade mal ein Anteil von 1,54 Euro pro Monat für die Bildung. Der größte Posten beträgt 143,42 Euro für Nahrung und alkoholfreie Getränke. Die Position „Beitrag für Vermögensaufbau“ fehlt vollständig.

Selbst für eine Familie mit einem durchschnittlichen Einkommen ist die defekte Waschmaschine bereits ein Desaster. Die Urlaubsplanung muss ggfs. sogar angepasst werden. Für Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen befinden sich die Risiken des Alltags in einer ganz anderer Stelle als in einer lukrativen Geldanlage für das steuerbegünstigte leistungslose Einkommen.

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