Gefälschte Euro Scheine als neuer Geldwert-Indikator?

Euro Fälschungen (Satire)-

Ein Produkt einer weltweit bekannten Fastfood-Kette wird seit vielen Jahren als „Indikator für Lebenshaltungskosten“ verwendet, der „BigMac-Index“. Anhand des Preises vor Ort kann „über den Daumen“ das Niveau des Lebensstandards abgeschätzt werden.

Wie hoch die Gemeinschaftswährung Euro eingeschätzt wird, könnte zukünftig vom Aufkommen gefälschter Euro-Scheine abgelesen werden. Die Gegenüberstellung des Euros zu anderen Devisen, wie dem US-Dollar, ist immer mit dem Problem verbunden, dass eine Konstante fehlt.

Zum Beispiel ein senkrecht fallender Dollar lässt den fallschirmgebremsten Euro irgendwann ziemlich rüstig aussehen, obwohl dieser ebenfalls stark an Wert verliert. Beide Währungen fallen lediglich unterschiedlich schnell.

Das Handwerk des Geldfälschens stagniert

Erfahrene Handwerker wissen wann die Arbeit lohnt
„Handwerk hat goldenen Boden“ und ist besonders lukrativ wenn das handwerkliche Geschick dazu verwendet wird, Euro-Geldscheine zu fälschen. Besonders in Süd-Ost Europa verdienen zahlreiche „ungelernte Künstler“ ihr täglich Brot mit der Schaffung von nummerierten Blüten.

Doch scheint auch dieser Zunft der Boden aufzuweichen, wie es einst den Hufschmieden und Kesselflickern ergangen sein mag. Die Kunst droht brotlos zu werden.

Der Euro-Fälscher scheut die Risiken

Falschgeld
Euro fälschen wird unbeliebt

Das Fälschen von gesetzlichen Zahlungsmitteln ist illegal und wird strafrechtlich verfolgt. Das wissen alle „Falschmünzer“ und kennen auch die Risiken. Solange der erhoffte hohe Gewinn dabei herausspringt, werden Gefängnisstrafen gern in Kauf genommen.

Das Blatt scheint sich zu wenden. Wenn für den Verbraucher das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt, lässt dieser die Finger von der Ware. Für den Euro-Fälscher muss das Risiko-Gewinn-Verhältnis passen, sonst bleibt die Druckmaschine ausgeschaltet. Es scheint, dass inzwischen vielen Kopiergeräten der Strom entzogen wurde.

Euro-Falschgeld ist deutlich zurück gegangen
Die Europäische Zentralbank (EZB) meldete aktuelle Statistiken zu den aufgefundenen Euro-Fälschungen im ersten Halbjahr 2012. Ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum lässt darauf schliessen, dass ebenso deutlich weniger Euro-Blüten hergestellt wurden.

In den ersten sechs Monaten 2011 tauchten noch rund 296.000 Fälschungen auf. Mit nur 251.000 Blüten im ersten Halbjahr 2012 reduzierte sich die eingezogene Menge von gefälschten Banknoten um rund 15 Prozent.

Eine zeitliche Parallele zum Aufkommen der Euro-Krise ist deutlich erkennbar. Nur 3 Jahre zuvor wurden noch pro Halbjahr rund 400.000 Fälschungen aus dem Verkehr gezogen.

Ein neuer Indikator gebohren?

Der BigMac-Index für den Lebensstandard und das Euro-Blüten Aufkommen als Devisen-Anzeiger? Sollte eine Konstante gefunden werden, ließe sich das Interesse von Geldfälschern in den Euro als Orientierungshilfe verwenden.

Die Währung Euro scheint massiv an Attraktivität verloren zu haben. Wenn wundert’s? Zumindest kann mit dem starken Rückgang der Fälschungen ansatzweise ein positiver Aspekt aus der Euro-Krise gewonnen werden.

Die Deutsche Bundesbank erlitt durch Euro-Blüten einen Schaden in Höhe von 1,1 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012. Das entspricht immerhin den 636.364-ten Teil des geplanten ESM, der für das „Verpulvern“ öffentlicher Gelder an „rechtschaffende Banken“ bestimmt wurde.

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