Friedrich Merz ist lt. Umfrage „Lieblings-Kanzlerkandidat“ der Wähler

Medienpolitik-


Nach der Umfrage zum künftigen CDU-Vorsitz folgt auch schon der nächste Schritt. Wer würde der Wählerschaft als nächster Bundeskanzler gefallen? Friedrich Merz ist mal wieder ganz oben dabei.

Umfrage

365 Befragte sehen in Friedrich Merz einen „guten“ Bundeskanzler

Für Merz als Kanzler mehr Ablehnung als Zustimmung

Die Inthronisierung des CDU-Politikers Friedrich Merz kann wohl nicht schnell genug gehen. Aufgetaucht, wie die Phoenix aus der Asche, stand Merz als Spitzenkandidat für den künftigen CDU-Vorsitz parat und wurde von den Medien auch als solcher präsentiert. Keine Woche später steht bereits seine Kanzlerschaft zur Diskussion. Eine Umfrage will ergeben haben, dass sich ein großer Teil der deutschen Wähler Merz durchaus als künftigen „guten“ Bundeskanzler vorstellen könnten. Das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid fragte im Auftrag der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) 1.014 Bundesbewohner und kam zum Ergebnis, dass 36 Prozent der Deutschen in Merz einen erfolgreichen Regierungschef sähen. Die Mehrheit mit 46 Prozent glauben jedoch nicht an einen Merz als guter Bundeskanzler. Die weiteren 18 Prozent waren sich unschlüssig oder enthielten sich einer Meinungsäußerung.

Nicht weit abgeschlagen dahinter befindet sich mit 33 Prozent Pro und 48 Prozent Contra die bisherige CDU-Generalsekretäring Annegret Kramp-Karrenbauer. Mit großem Abstand folgt auf der achten Position Gesundheitsminister Jens Spahn. Ihn würden lediglich 17 Prozent die Kanzlerschaft zutrauen. 65 Prozent verneinen dies. Bei der Umfrage für den CDU-Vorsitz landete Spahn auf den dritten Platz.

In der Frage der Kanzlernachfolge käme Finanzminister Olaf Scholz (SPD) auf Position Drei mit 24 Prozent Zustimmung (58 % Nein). Dann folgen bereits FDP-Vorsitzender Christian Lindner (24 % Ja, 64 % Nein) und Grünen-Chef Robert Habeck (14 % Ja, 54 % Nein). SPD-Chefin Andrea Nahles käme auf 17 Prozent Zustimmung und 72 Prozent Ablehnung.

Linke und AfD wurden wieder nicht genannt

Dass keine Politiker der Linken und AfD genannt wurden, liegt offenbar daran, dass diese bei der Emnid-Umfrage erst gar nicht zu Auswahl standen. Wohl eine neue Strategie, um die öffentliche Meinung nach Wunsch zurecht zu biegen. Bei den „Meinungsforschern“ INSA gibt es Linke und AfD ebenfalls nicht mehr.

Unterm Strich ist es unerheblich, welchen Kanzler sich die Wähler wünschten. Das Kreuzchen des willigen Stimmenabgebers gilt neben dem Abgeordneten bei der Erststimme vor allem der Partei bei der Zweitstimme. Bei den flexiblen Möglichkeiten durch unzählige Überhangs- und Ausgleichsmandate steht es den Parteien frei, sich ihre linientreueste Seilschaft nach Wunsch selbst zu stricken. Und wer seine Stimme abgab, muss im Anschluss schweigen.


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